René Frauchiger René Frauchiger

Xiyuan

Manche Menschen sprechen Sprachen, ich glaube, ich sammle sie.

Gerade erst 14 geworden, habe ich das Gefühl zwischen verschiedenen Welten herumzureisen. Etwa in der Realität, in meinen Texten, in meinen Sportarten, in meinen Aufgaben, in meinen Sprachen oder auch in meiner Musik. Aber eigentlich könnte man dies alles in einem zusammenfassen: Sprachen. Ob es Sprachen sind, die man verbal ausdrückt, mit Musiknoten oder durch Bewegungen, es sind alles verschiedene Arten von Sprachen. Dennoch finde ich, dass die Sprachen auch gewisse Welten sein können.

Regeln mag ich (normalerweise) – ausser beim Schreiben, denn dort kreiere ich meine eigenen. Denn die Sprache ist wahrscheinlich die einzige Möglichkeit, komplett ehrlich zu sein und gleichzeitig etwas komplett zu erfinden. Am liebsten schreibe ich zwischen den vier Wänden, die ich am besten kenne und zwischen denen ich mich am wohlsten fühle – in meinem Zimmer. Draussen schreiben mag ich auch sehr, ob es die Luft ist, die neue Ideen mitbringt, oder dieselbe Luft, die mich entspannt und mich in meine Gedanken vertiefen lässt – beides hilft. Apropos Gedanken – ich habe manchmal das Gefühl, dass in meinem Kopf die Gedanken nur so herumschwirren wie kleine Schmetterlinge oder Mücken, die nur darauf warten, dass sie endlich beachtet oder gefangen werden. Manchmal erwische ich dann den falschen Schmetterling oder die falsche Mücke, weil sie zu laut gesummt hat.

Falls ich schon dein Interesse geweckt habe, verrate ich dir meinen Namen. Xiyuan Deng.

Das bin ich. Ich bin ich, nicht mehr.

Ich bin.

Mein Text: Abschlusslesung Atelier Litera, Juni 2026

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Vanessa

Ich glaube, zu mir gibt es nicht viel zu sagen, ich bin 13 Jahre alt und das ist mein erstes Jahr im Atelier Litera. Ich mag es, draussen zu schreiben, vor allem, wenn es regnet, schaue ich den Regentropfen gerne untere einem Vordach oder Baumschutz zu.

Ich suche mir allgemein zum Schreiben gerne einzigartige Orte aus. Ebenfalls mag ich es, mit den anderen vom Atelier Litera zu schreiben. Wir können uns austauschen und uns gegenseitig auf neue Ideen bringen, was ich persönlich sehr mag. Ich glaube das einzig Spezielle oder Spannende, was es noch zu mir zu sagen gibt, ist, dass ich fünf Geschwister habe. Wobei die meisten doch Stief- oder Halb-Geschwister sind.

Ich erforsche noch mein Lieblingsgebiet beim Schreiben, was sich in den letzten Monaten nach Lust und Laune ständig geändert hat, wo es immer Gelegenheiten ergibt, Neues zu erforschen und zu lernen. Außerdem spiele ich Volleyball, was für mich ein guter Ausgleich zwischen Schule, dem Atelier Litera und dem Familienleben ist.

Mein Text: Abschlusslesung Atelier Litera, Juni 2026

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Saskia

Ich liebe es, meine Finger über die Tasten schweben zu lassen und aus Buchstaben Wörter, Sätze, Texte und Geschichten zu formen. Ich bin Saskia, 15 Jahre alt, und meine Leidenschaft ist das Schreiben. Ich liebe es, kreativ zu sein und in Texten, manchmal auch in Bildern und Zeichnungen, meine eigenen Welten zu erschaffen. Seit einiger Zeit, habe ich mich nun auf das Schreiben kürzerer, manchmal auch nicht so kurzer Texte fokussiert. Sie sollen meine Gefühle ausdrücken und manchmal will ich auch einfach nur meine Wut über die Gesellschaft herauslassen. Am liebsten schreibe ich nach Waldspaziergängen, denn dann fühle ich mich frei. Mein Kopf ist voller Ideen, die mir von der frischen Luft eingehaucht wurden, meine Finger kribbeln, nur darauf wartend, meine Gedanken auf Papier zu übertragen. Ich liebe es, meine Finger über die Tasten schweben zu lassen und aus Buchstaben Wörter, Sätze und Texte zu formen, denn Schreiben ist der Ort, wo meine Fantasie Realität werden kann.

Mein Text: Abschlusslesung Atelier Litera, Juni 2026

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Ramon

Ich. Was soll ich sagen? Ich bin Ramon und bin 13 Jahre alt. Am liebsten schreibe ich Fantasy-Geschichten, denn ich finde, bei fantastischen Texten kann ich viel besser eintauchen und beschreiben, da ich mir die Welt meist komplett selbst ausgedacht habe. Das heisst, dass ich mich nicht auf Begebenheiten beschränken muss, ich kann mir aussuchen, ob ein Baum rote, blaue oder weisse Blüten hat, weil es den Baum nur in meinem Kopf und auf Papier gibt. So kann ich sehr schöne Stimmungen und Landschaften gestalten (ich hoffe zumindest, dass sie auf meine Leser so wirken). So mache ich es auch in meinem jetzigen Projekt, ich schreibe gerade in der Welt von Orion, einem von wilden Tieren im Wald gefundenen Hund, der nun in ihrem Clan aufwächst.

Am liebsten schreibe ich im Kopfzimmer im Müllerhaus. Das Ambiente ist wie fürs Schreiben gemacht, ich kann mich dort gut konzentrieren und schreibe auch mit den anderen des Atelier LITERA. Das stärkt meine Kreativität und inspiriert. Nebst dem Schreiben lese und zeichne ich gerne. Ausserdem spiele ich Akkordeon und höre auch gerne Musik.

Das bin also ich. Nicht mehr und nicht weniger. Ich.

Mein Text: Abschlusslesung Atelier Litera, Juni 2026

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Maja

Manch einer möge behaupten, ich sei ein ach so braves Mädchen und stets fleissig, mit meinen vierzehn Jahren. Mein einziges Hobby sei das Lernen für die Schule, und ich würde in den Ferien lieber in die Schule gehen. Ich möchte euch ja nicht die Vorstellung davon zerstören, allerdings muss ich darauf hinweisen, dass ich einen weitaus tieferen Charakter habe, als man anfänglich denken mag. Beispielsweise bevorzuge ich an einem freien Nachmittag, gemütlich in meinem Zimmer zu sitzen und entspannt Anwendungshinweise für versteckte Dolchen im Ärmel am Unterarm zu schreiben.

«Warnhinweis: Verwendung gesetzlich verboten. Verstoss wird gestraft.»

Genau genommen nicht die Anwendungshinweise, sondern insbesondere, wenn Dolche oder ähnliche Waffen in meinen Geschichten eingesetzt werden. Ich schreibe am liebsten Fantasy mit ein oder zwei Elementen aus Thrillern oder Krimis.

Kriminell ist auch, als was viele Leute mich bezeichnen würden, wenn sie hinter die Vorstellung eines perfekten Mädchens schauen, wobei ich nicht vollständig zustimmen kann. Nein, kriminell bin ich nicht, tut mir leid, euch enttäuschen zu müssen.

Wobei, es gibt ja solche Menschen, die noch immer an das Klischee glauben, dass Metalheads (Metal-hörende Personen) gewalttätig sind. Aber nun ehrlich: Bin ich gewalttätig? (Die seriösen Schlachten gegen meine beiden Brüder ausgeschlossen – an dieser Stelle grüsse ich meine liebevollen Brüder.)

Elektrische Gitarre und Badminton zu spielen, würde ich auch nicht als aggressiv bezeichnen. Lesen, schreiben und zeichnen erst recht nicht.

Nun ja, jeder muss es selber wissen. Ich weiss es jedoch am besten – schlussendlich kenne ich mich selbst seit … bedeutend langer Zeit.

Mit diesen Worten möchte ich mich vorstellen.

Hallo allerseits.

Mein Name ist Maja.

Mein Text: Abschlusslesung Atelier Litera, Juni 2026

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Luca

Meistens schreibe ich bedeutungslosen Blödsinn im Unterricht, doch wenn ich einmal eine Geschichte anfange, die mir gefällt, sitze ich mindestens eine Woche daran (oder bis mir die nächste Idee einfällt). Ich habe nicht einen bestimmten Stil, an den ich mich halte. Alles macht mir Spass, doch am liebsten schreibe ich kurze Einträge, Fantasy oder Romantasy.

In diesem Jahr befasste ich mich vor allem mit einer Art Dystopie-Geschichte. Am liebsten schreibe ich auf dem Laptop in meinem Zimmer, doch es geht eigentlich überall.

Wenn ich nicht gerade an einem Text schreibe, bin ich auf Pinterest und schaue mir Bilder von verschiedensten Früchten und Desserts an. Oder ich bin in der Halle und turne.

Mein Text: Abschlusslesung Atelier Litera, Juni 2026

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Elina

Ich schreibe bevorzugt draussen im Schutz der Bäume oder in gut beleuchteten Räumen. Die schützenden Baumkronen gewähren mir eine sichere und sehr inspirierende Atmosphäre.

Meine Schreib-Themen, die ich dieses Jahr intensiv vertiefte, waren naturumwobene Aspekte. Ich schrieb dazu vor allem in meinem beschreibenden Schreibstil. Beispiele für die spezifischen Themen im Bereich Natur waren Beschreibungen zu Situationen, die ich während meines Aufenthalts in der Natur mit mächtigen Gefühlen begleiten durfte. Wenn solch ein Phänomen auftrat, entstanden auch meine literarischen Lichtblitze und liessen meine Gedanken bei der nächsten Gelegenheit hinaus auf das Papier.

Seit meiner Kindheit war das Schreiben etwas, das mich dabei unterstützte, mein häufig entflammendes Temperament zu zügeln und meine Gedanken mit Stift oder Tastatur an einem sicheren Ort abzulegen. Dieser konnte eine Worddatei oder eine Seite in meinem Notizbuch sein. Anfangs schrieb ich aus dem Kopf, ohne Filter und ohne dabei tief zu philosophieren. Ich schrieb einfach. Doch dann begann ich zuvor stark empfundene Ereignisse und Erfahrungen literarisch intensiv zu überarbeiten. Dabei verband ich diese mit der Zeit immer häufiger mit der Natur. So entstand auch die Idee, mich in meinen Schreibprojekten etwas detaillierter mit der Natur auseinanderzusetzen.

Nun, gewiss ist herauszulesen, dass ich über einen anstrengenden Charakter verfüge, zumindest für mich. Denn ich verberge mein aufbrausendes Temperament überall, wo ich mich aufhalte, recht geschickt. Das Schreiben ist mein persönliches Instrument, um meine Stimmung zu neutralisieren und abkühlen zu lassen.

Jetzt habe ich viel über mich erzählt und möchte letztendlich noch etwas sagen.

Gestatten, ich bin Elina.

Mein Text: Abschlusslesung Atelier Litera, Juni 2026

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Dana

Zu wem gehört eigentlich die Hand, die die Bilder malt, die in unserem Kopf entstehen, wenn wir lesen? Ist die Hand unsere oder doch die des/der Autor*in? Zu wem sie auch gehört, ich will diese Bilder erschaffen. Schon früh fand ich gefallen an ihnen und konnte gar nicht aufhören zuzusehen, wie mit jeder Seite, nein, jeder Zeile sogar, neue Bilder in meinem Kopf entstanden. Dann ist es ein Gespräch zwischen meiner Vorstellung und mir. Am allerliebsten schreibe ich auf, welche Bilder ich sehe, und ehe ich mich versehe, bilden sie gemeinsam eine Geschichte, ein Gedicht oder sogar ein ganzes Buch. Immer wieder staune ich darüber, wie viel Macht Worte doch besitzen. Nicht nur über unsere Vorstellung, auch über unsere Gefühlswelt. Es sind so viele verschiedene Welten, die ineinanderfliessen und gemeinsam etwas Wunderschönes bilden. Denn was gibt es Schöneres als ein gutes Buch, eine packende Geschichte oder ein berührendes Gedicht? Darüber lässt sich vielleicht streiten, doch für mich gibt es nicht viel Schöneres. Deswegen liebe ich es zu schreiben, egal ob spontan auf einer Zugfahrt, allein in meinem Zimmer oder draussen an der frischen Luft, wenn Vogelgezwitscher meine Gedanken begleitet. Am liebsten schreibe ich Geschichten und erschaffe Welten, die weit von unserer eigenen liegen, sodass allein Worte die Macht dazu besitzen, uns zu ihnen zu bringen. Das Schreiben und allgemein die Literatur hat nicht nur einen grossen Platz in meinem Herzen, sondern auch in meinem Leben gefunden. Übung macht den Meister und wenn man viel schreibt, bewahrheitet sich diese Aussage auch, aber nicht nur Übung ist es, die mich weiterbringt. Das Atelier Litera hat mich in meinem Schreiben sehr weit nach vorne gebracht, seien es Übungen zum Schreiben oder der Austausch mit anderen, die genauso viel Gefallen an der Literatur finden. So wurde auch das Atelier einer meiner liebsten Schreibplätze, und ich geniesse die Zeit, die ich dort verbringen darf.

Mein Text: Abschlusslesung Atelier Litera, Juni 2026

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