Unser Residenzgast Oktober bis Dezember 2026:

Leif Randt

Leif Randt wurde 1983 in Frankfurt a. M. geboren. Er studierte in Gießen, London und Hildesheim u. a. Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus. 2009 erschien sein Debütroman »Leuchtspielhaus«, sein jüngster Roman ist »Let’s Talk About Feelings« (2025). Im Mittelpunkt steht Marian Flanders, ein 41-jähriger Boutique-Besitzer in Westberlin, der nach dem Tod seiner Mutter eine alternative Trauerfeier organisiert – der Roman erzählt vom ersten Jahr nach diesem Ereignis. Zwischen erfolgreichen Halbgeschwistern, Reisen nach Neu-Delhi, Wolfsburg und Sapporo, Flirts und Freundschaften verwandelt sich seine unterkühlte Traurigkeit in stille Euphorie. Randt entwirft in seinem neuen Roman ein Coming-of-Middleage, das zwischen Leichtigkeit und Melancholie changiert. 

Leif Randts Prosa wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg (2023). Seit 2017 co-kuratiert er das Onlineverlags-Label tegelmedia.net. Der Autor lebt in Maintal und Berlin. 

Von Oktober bis Dezember 2026 ist Leif Randt Writer-in-Residence im Aargauer Literaturhaus.

©Belle Santos

Podcasts mit früheren Writers-in-Residence:

Residenzabende

Bisherige Gäste 

Atelier Müllerhaus

Pro Jahr leben und arbeiten jeweils während drei Monaten Deutsch sprechende Schriftsteller*innen aus dem Ausland jeweils während dreier Monate im ehemaligen Gartenhaus des schönsten Aargauer Bürgerhauses des 18. Jahrhunderts.

Die Umnutzung des einstigen Gartenhauses entspringt einer gemeinsamen Initiative des Aargauer Kuratoriums und des Aargauer Literaturhauses von 2007. Während die Betreiberin des Literaturhauses, die Stiftung Dr. Hans Müller und Gertrud Müller, die Kosten für Umbau und Unterhalt der Residenz trägt, übernimmt das Aargauer Kuratorium den Beitrag an die Lebenshaltungskosten der eingeladenen Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Das Literaturhaus schliesslich ist zuständig für die inhaltliche Betreuung der Autor*innen, ihre Einbindung ins Veranstaltungsprogramm des Literaturhauses und die Vernetzung mit dem Schweizer Literaturbetrieb.

 

Die Einladung zur Residenz

Die Wahl der Einzuladenden trifft eine Projektgruppe, die sich zurzeit aus Cédric Weidmann (Leitung Literaturhaus; Vertreter Literaturhaus), Esther Schneider (Literaturvermittlerin; Vertreterin Kuratorium) und Christine Lötscher (Literaturkritikerin; Vertreterin Müller-Stiftung) zusammensetzt.

Der Aufenthalt im «Atelier Müllerhaus», frei von gesellschaftlichen Verpflichtungen, soll ebenso dem stillen Schreiben wie dem Austausch mit der Schweizer Literaturszene dienen. Zwei unentgeltliche Auftritte der Gäste im Rahmen des Literaturhaus-Programms sind die einzige feste Verpflichtung.

Bitte beachten Sie, dass man sich für das Atelier-Stipendium nicht regulär bewerben kann; die Gäste werden von der Kommission ernannt und eingeladen. Unverbindliche Vorschläge nehmen wir unter info@aargauer-literaturhaus.ch entgegen, werden sie aber nicht beantworten.

Das Atelier vom Garten aus, im Hintergrund das Müllerhaus in dem sich das Aargauer Literaturhaus befindet.

Der Blick ins Atelier mit Küche, Wohn- und Arbeitsraum