Wedekind-Preis für junge Literatur

Finalist*innen und Gewinner*innen

Der insgesamt mit CHF 2’500 dotierte “Wedekind-Preis für junge Literatur” ist ein Engagement der Alten Kanti Aarau und des Aargauer Literaturhauses Lenzburg. Er wird für herausragende erzählende oder szenische Texte von Jugendlichen verliehen (im Alter von 15 bis 20 Jahren). Der Preis wird von der Beisheim Stiftung unterstützt.

Wedekindpreis 2026

Zum vierten Mal wurde im Müllerhaus der mit insgesamt CHF 2100.– dotierte Wedekind-Preis für junge Literatur verliehen.

Der Preis ist ein Engagement der Alten Kanti Aarau und des Aargauer Literaturhauses Lenzburg. Das Preisgeld wird von der Beisheim Stiftung gespendet.

Ausgezeichnet werden in zwei Kategorien herausragende erzählende oder szenische Texte von Jugendlichen aus der Schweiz und Liechtenstein.

 Das Thema des Wedekind-Preises 2026 lautete: «Ich mache nicht mehr mit».

Die Jury bestand dieses Jahr aus:

Kathrin Steinmann (Buchhändlerin), Kathrin Haegler (Übersetzerin, Literaturvermittlerin) und Carolina Gut (Theaterpädagogin, Deutschlehrerin)

Final Kategorie I (15-17 Jahre)

 Der mit CHF 800 dotierte Wedekind-Preis für junge Literatur 2026 in der Kategorie I (15-17 Jahre) geht an Eda Aydogmus von der Kantonsschule Zofingen für «Zwischen Haltestellen – aus Gewohnheit». Ein experimentierfreudiger Dialog, voller Wortwitz und Rhythmus.

Final Kategorie II (18-20 Jahre)

Der mit CHF 800 dotierte Wedekind-Preis für junge Literatur 2026 in der Kategorie II (18-20 Jahre) geht an Nuia Maria Villiger von der Universität Basel mit «Standing Ovation». Ein Text, der viel wagt, sich langsam schälen lässt wie eine Zwiebel.


Der mit CHF 500.- dotierte Publikumspreis des Wedekind-Preises für junge Literatur 2026 geht an Fabia Niggli von der Academia Engiadina, Samedan GR, mit «Ich mache nicht mehr mit…». Eine direkte und ehrliche Auseinandersetzung mit Druck und den Herausforderungen in der Gymnasialzeit.

Die Finalistinnen 2026 (v.l.n.r.): Norina Lauener, Eda Aydogmus, Fabia Niggli, Alina Hähni, Acena Ladner, und Nuia Villiger.

Wedekindpreis 2025

In diesem Jahr haben 82 Jung-Autorinnen und -Autoren mit ihren Texten am Wedekindpreis teilgenommen, 6 davon schafften es ins Final.

Am 13. April 2025 diskutierte die Jury live vor Publikum über die Final-Texte von Joelle Gedeon, Alina Hähni, Yara Isaak, Laraina Joller, Sarah Schmid und Marie-Jo Stubbe.

In einer offenen Diskussion rang sich die Jury in mehreren Runden zu einem Siegertexte pro Kategorie (und das Publikum zum Publikumspreis) durch:




Der mit 1’000 Fr. dotierte Wedekindpreis in der 1. Kategorie (15 bis 17 Jahre) geht an Joelle Gedeon mit “Schlussstrich”: Joelle Gedeon hat mit «Schlussstrich» eine Erzählung erschaffen, die sprachlich brilliert und eine dichte Atmosphäre vermittelt, die bis zum Schluss durchgehalten wird. Ein Drama zwischen Raben, Griesssuppe und einem Strohmann.

Der ebenfalls mit 1’000 dotierte Preis der 2. Kategorie (18 bis 20 Jahre) geht an Marie-Jo Stubbe mit “Gagelnder Vogel”: Marie-Jo Stubbe führt in ihrer Erzählung «Gagelnder Vogel» zwei Figuren ein, die sie auf brillante Weise gegeneinander antreten lässt. Ein überzeugender Schlagabtausch im Schulzimmer.

Der Publikumspreis erhielt Yara Isaak (500 Fr.): Yara Isaak wirft in ihrem dramatischen Monolog «Galgenvogel» existenzielle Fragen über Schuld und Gefangensein auf. Ihre Sätze sind so präzis und melodisch wie die Zeilen eines Songs.

Auch gratulieren wir den Finaltexten von Alina Hähni, Laraina Joller und Sarah Schmid.


Herzlichen Glückwunsch.

Die Gewinnerinnen des Wedekindpreises 2025 (v.l.n.r.): Marie-Jo Stubbe, Joelle Gedeon und Yara Isaak


“honorable mentions”

Nach vielen Überlegungen hat die Jury die Finalistinnen und Finalisten für den Wedekindpreis 2025 gewählt. Einige Texte haben es nur ganz knapp nicht ins Final geschafft. Wir wollen Ihnen die herausragenden Texte nicht vorenthalten. Aus diesem Grund präsentiert die Jury hier ihre “honorable mentions”. Gelesen von Jens Wachholz.

Kategorie I

Kategorie II



Wedekindpreis 2024

Die Gewinner*innen 2024 (v.l.n.r.): Solana Weichelt, David Bisang und Lara Urech.

Wedekindpreis 2024

Gewinnerin Kategorie 1: Solana Weichelt (Alte Kanti Aarau)

«Die Erzählung von Solana Weichelt ist ein Spiel mit und gegen die Erwartungen: Mit postmodernen Kniffs dreht die Erzählerin die Zeit zurück und vor, bedient sich an Erzählmustern von Shakespeare bis Hollywood-Blockbustern und behält am Ende als überlegene, aber ungerührte Autorin das letzte Wort. Was als Mordkomplott einer Eifersüchtigen beginnt, erweist sich als die Wahnlogik eines Erzählens, das ein unheimliches, aber auch unheimlich witziges Eigenleben entwickelt.»

Gewinnerin Kategorie 2: Lara Urecht (Kanti Baden)

«Lara Urecht beschreibt die Figuren rund um die Protagonistin Anne in kurzen Erinnerungsfetzen an gemeinsame Erlebnisse lebendig und bunt, genauso schnell verschwinden sie wieder aus dem Text – allein die Einsamkeit bleibt schwer und grau zwischen den Zeilen hängen. Der Aprikosengelee in der Mitte des Tischs dient als Metapher für das Zentrum von Annes Leben, um das sich seit ihrer Kindheit alles dreht: Das Leben zieht seine Bahnen, die einzige Konstante, die über den Tod hinaus bleibt, ist der Aprikosengelee.»

Publikumspreis: David Bisang (Kanti Zug)

Finalist*innen 2024

Alle Texte wurden gelesen von: Jens Wachholz (Schauspieler, Sprecher).

Preisverleihung: 22. März 2024

Jury: Petra Meyer (Lektorin), Marc Späni (Mittelschullehrer/Autor), Cédric Weidmann (Gesamtleitung Literaturhaus Lenzburg), Sasa Vidic (Buchhändler).

Wedekindpreis 2023

Die Finalist*innen 2024 (v.l.n.r.): Enie van der Wal, Lenya Schmid, Aaron Schmid, Letizia Guggenbühl, Caroline Bartmuss (es fehlt: Paula Döring).

Wedekind-Preisträger*innen 2023:

  • Kategorie I: Paula Döring (Kanti Baden).

  • Kategorie II: Caroline Bartmuss (Alte Kanti Aarau)

  • Publikumspreis: Enie van der Wal (Alte Kanti Aarau).

Die weiteren Nominierten - Aaron Schmid, Lenya Schmid und Letizia Guggenbühl - erhalten Büchergutscheine. Das Literaturhaus gratuliert ihnen allen zu den aufregenden und abwechslungsreichen Texten!

Preisverleihung: 2. April 2023

Jury:Rahel Hubacher (Gymnasiallehrerin), Janos Moser (Autor) und René Frauchiger (Autor, Literaturvermittler).

Alle Texte wurden gelesen von: Vera Bommer (Schauspielerin).

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Frühling 2026 – Rebekka Salm