Topshelf-Books - Gabriella Santos de Lima
Topshelf-Books - Gabriella Santos de Lima
Foto: Privat
Gabriella Santos de Lima, geboren 1997 in São Paulo, studierte am Hildesheimer Literaturinstitut Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus und arbeitete nebenbei als Flugbegleiterin, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Mit ihrem Debüt gewann sie einen Wettbewerb und erreichte Platz 12 beim Lovelybooks-Leserpreis, sieben ihrer Titel standen auf der Spiegel-Bestsellerliste. In den Sozialen Medien ist sie auf Instagram (> 13k) und TikTok (> 25k Follower:innen) zu finden.
Gabriella Santos de Lima wird die neue Topsehlf Reihe, Topshelf-Books, im Literaturhaus mit einer Lesung zu ihrem Buch Fleur de Lavande eröffnen.
Die neue Topshelf-Reihe ergänzt die Topshelf Night, die in einer Sommernacht auf Schloss Lenzburg stattfindet und die populäres Lesen zwischen BookTok, NewAdult und Fantasy feiert und kritisch beleuchtet. Auch unter dem Jahr finden einzelne Highlights statt, die zur Topshelf Night gehören. Für zahlende Members des Literaturhauses, die exklusive Inhalte erhalten und an Umfragen teilnehmen können, ist der Besuch der Topshelf-Reihe kostenlos (nicht aber der Topshelf Night).
Fleur de Lavande (Band 1) - Wie du liebst
Sommer in Südfrankreich? Klingt perfekt für Viola. Die Bestsellerautorin braucht dringend eine Auszeit. Und Abstand. Von ihrem Ex und ihrer Schwester, die einen Tag nach der Trennung miteinander ins Bett gegangen sind. Doch statt alles hinter sich zu lassen, schüttet Viola ihr Herz am Flughafen einem – vermeintlich – Fremden aus. Lucas Rausch ist Spitzensportler, Erbe des traditionellen Duftimperiums Fleur de Lavande und … der Bruder ihrer besten Freundin. Viola will ihn um jeden Preis auf Abstand halten, doch zwischen Lavendelfeldern und verstohlenen Küssen auf dem offenen Meer spürt sie zum ersten Mal, worüber sie sonst nur in ihren Büchern schreibt …
Poetischer Schreibstil trifft schonungslos ehrlichen Umgang mit aktuellen Themen :
Gabriella Santos de Lima schreibt sensibel und augenöffnend über den (Erfolgs-)Druck durch Social Media und toxische Maskulinität.
Moderation: Cédric Weidmann
Apéro und Bar: 18:45
Beginn: 19:45 / Ende: ca. 21:45
Online: 12.- / Abendkasse: 18.-
START, SUPPORT und PROVIDE Member erhalten kostenlosen Eintritt zu allen Events der Topshelf-Reihe: Topshelf-Books
Tickets nur solange Vorrat.
Pult: Schreiberkenntnisse
Ressourcenorientierte Beratungen mit Schreib- und poesietherapeutischem Ansatz
Gaea Schoeters - Das Geschenk
Gaea Schoeters - Das Geschenk
Foto: Anna Weise
Nach »Trophäe« der neue Roman von Gaea Schoeters – über die unausweichlichen globalen Fragen aus europäischer Perspektive
Elefanten mitten in der Großstadt, und es werden immer mehr. Was geht hier vor? Rasch muss der Bundeskanzler erkennen, dass die Tiere nicht aus dem Zoo entkommen, sondern ein Geschenk des Präsidenten von Botswana sind. 20 000 Elefanten hat er nach Deutschland geschickt, nachdem die deutsche Regierung ein Einfuhrverbot von Jagdtrophäen beschlossen und damit den armen Regionen Botswanas die Lebensgrundlage entzogen hat. »Ihr Europäer wollt uns vorschreiben, wie wir zu leben haben. Vielleicht solltet ihr es einmal selbst versuchen …«
Gaea Schoeters nähert sich nach ihrem Sensationserfolg »Trophäe« den existenziellen Themen des globalen Zusammenlebens aus einer anderen Richtung – und mit blitzgescheitem Humor. Ein neues Lese- und Nachdenkvergnügen!
»Eine politische Parabel, die mit faszinierender Leichtigkeit die Herausforderungen der Gegenwart vor Augen führt, ohne sich vor deren Komplexität zu drücken.« Thomas Hummitzsch, Republik, 24.09.25
Gaea Schoeters, geboren 1976, ist eine flämische Autorin, Journalistin, Librettistin und Drehbuchautorin. 2012 hat sie den Großen Preis Jan Wauters für ihren kreativen Umgang mit Sprache gewonnen. Für »Trophäe« wurde sie mit dem Literaturpreis Sabam for Culture ausgezeichnet. 2024 ist ihr Roman »Trophäe« und 2025 »Das Geschenk«, beides aus dem Niederländischen von Lisa Mensing, bei Zsolnay erschienen.
Moderation: Luzia Stettler
Türöffnung: 19:15
Beginn: 19:45 / Ende: ca. 21:45
Online: 12.- / Abendkasse: 18.-
Support Member erhalten 50% und Provide Member 100% Rabatt (Zugangsschlüssel unten bei Eventfrog eingeben)
Tickets nur solange Vorrat.
Pult: Lyrikwerkstatt – Poesie im Alltag
Eigene Gedichte vortragen und besprechen.
Pult: Prosawerkstatt – Von ersten Würfen und tausend Wiederholungen
Eigene Prosatexte vortragen und besprechen.
Pult-Lesekreis: Matthias Bügler - Wir dachten, wir könnten fliegen
Pult-Lesekreis: Matthias Jügler - Wir dachten, wir könnten fliegen
Wir diskutieren über: «Wir dachten, wir könnten fliegen » von Matthias Jügler (Pinguin, 2025)
Er lebte im chinesischen Fluss Jangtse, war bis zu drei Meter lang und 500 Kilogramm schwer und wurde 2020 für ausgestorben erklärt: der Schwertstör. Zum Verhängnis wurden ihm sein zartes Fleisch und die anhaltende Vernichtung seines Lebensraums. Der Schwertstör war nicht nur aufgrund seiner Größe ein besonderer Fisch – er war auch der einzige Vertreter seiner Gattung, die nun mit ihm als ausgestorben gilt. Die Geschichte vom Verschwinden des Schwertstörs ist nur eine von Tausenden. In den nächsten Jahrzehnten droht weltweit der Verlust von bis zu einer Million Arten. Das Massensterben bedroht unser gesamtes Ökosystem und damit auch uns Menschen.
Diese Anthologie versammelt literarische, ebenso humorvolle wie überraschende Beiträge von zwanzig der renommiertesten deutschsprachigen und internationalen Schriftsteller*innen. Sie fragen: Wie lebten bestimmte verschwundene Tiere und Pflanzen? Was verbindet uns heute noch mit ihnen? Was machte sie einzigartig? Und was wurde ihnen zum Verhängnis? Begleitet durch farbige Illustrationen von Barbara Dziadosz gibt »Wir dachten, wir könnten fliegen« den verschwundenen Arten ein Gesicht und holt sie aus der Anonymität in unser Bewusstsein.
Mit Beiträgen von: T.C. Boyle, John Burnside, Alex Capus, Daniela Dröscher, Elena Fischer, Charlotte Gneuß, Kim de l’Horizon, John Ironmonger, Helen Macdonald, Katerina Poladjan und Henning Fritsch, Melanie Raabe, Julia Schoch, Katrin Schumacher, Clemens J. Setz, Antje Rávik Strubel, Jackie Thomae, Iida Turpeinen, Caroline Wahl, Iris Wolff.
Im Lesekreis diskutieren wir in gemütlichem Rahmen über ein von allen gelesenes Buch. Dabei sprechen wir abwechselnd über Romane und Sachbücher. Alle, die sich für das jeweilige Buch interessieren, sind herzlich willkommen.
Beschränkte Platzzahl, nur mit Anmeldung (per Mail an info@aargauer-literaturhaus.ch).
Bei den Treffen legen wir jeweils die nächsten Daten und Bücher gemeinsam fest.
Wedekind-Preis - Preisverleihung
Lesung und Besprechung der Final-Texte. Verleihung des Wedekind-Preises.
Schreibplatz für Kinder: 8- bis 15-jährig (zweitägiger Kurs mit Mittagessen)
2-tägige Schreibwerkstatt für Kinder von 8 bis 15 Jahren.
Pult: Stilles Schreiben in der Stadtbibliothek Aarau
«Stilles Schreiben» bedeutet: einmal pro Monat konzentriert schreiben können.
Literatur aus der Psychiatrie 1 - Simon Froehling: Dürrst
Literatur aus der Psychiatrie 1 - Simon Froehling: Dürrst
Schwerpunkt: Literatur aus der Psychiatrie
Foto: Nikkol Rot
Die Reihe Literatur aus der Psychiatrie versteht den Psychiatrie-Roman nicht nur als Motivgeschichte des Wahnsinns, sondern als Auseinandersetzung mit Klinik als Ort und Institution. Sie behandelt heute Erfahrungen zwischen Selbstbeschreibung und Fremdzuschreibung, die nach neuen Ausdrucksformen verlangen.
Im Gespräch mit Simon Froehling und seinem vielbeachteten Roman Dürrst diskutiert Dr. Salomé Meier über die literarische Darstellung und Erarbeitung der psychischen Krankheit in der Gegenwart.
Dürrst:
Eher zufällig wird Andreas Durrer zum gefeierten Künstler – als »Dürrst« jedoch droht er bald an sich selbst unterzugehen. Sein Weg vom Jugendlichen, der seiner Oberschichtsherkunft den Rücken zukehrt, über besetzte Häuser, unzählige Partys, Vernissagen und Betten meist fremder Männer bis in die psychiatrische Klinik und wieder hinaus ist kein linearer. Das Leben ist eine wilde Tour, auf der Dürrst ab und an das Ziel aus den Augen, doch fast nie die Hoffnung verliert.
»Als junger Erwachsener wolltest du dich als spontaner und chaotischer Mensch sehen, und es hat lange gedauert, bis du dir eingestehen konntest, dass du nur in der Routine aufblühst, dass du Alltagsrituale brauchst.« Dies ist nicht die einzige Erkenntnis, die Andreas Durrer, genannt Dürrst, im Lauf der Jahre gewinnt. Sein Weg beginnt überraschend, eine Installation zu James Baldwins ›Giovannis Room‹ macht ihn fast über Nacht zum gefragten Künstler. Doch dann wird der Druck nach neuen Werken größer und die Tage, an denen er nicht aufzustehen vermag, zahlreicher. Künstlerische Höhenflüge wechseln sich mit psychischen Sturzflügen ab, so wie Dürrst auch sein Lager – die WG in Zürich, das Kleinstappartement in Athen, die Hotelzimmer in Kairo – und damit die Lover wechselt, wobei er eigentlich auf der Suche nach der großen Liebe ist. ›Dürrst‹ ist ein schonungsloser, gewitzter und liebevoller Roman über einen manchmal hilflosen und doch großen Helden.
Simon Froehling, 1978 geboren, ist Absolvent des Schweizerischen Literaturinstituts in Biel und machte sich Anfang der Nullerjahre vor allem als Lyriker und Dramatiker einen Namen. Sein erster Roman ›Lange Nächte Tag‹ erschien 2010 im Bilgerverlag. Neben seiner Tätigkeit als Autor arbeitet er als freier Dramaturg fürs Tanzhaus Zürich. ›Dürrst‹ war 2022 für den Schweizer Buchpreis nominiert und erhielt einen Anerkennungspreis des Kantons Zürich.
Moderation: Salomé Meier
Türöffnung: 19:15
Beginn: 19:45 / Ende: ca. 21:45
Online: 12.- / Abendkasse: 18.-
Support Member erhalten 50% und Provide Member 100% Rabatt (Zugangsschlüssel unten bei Eventfrog eingeben)
Tickets nur solange Vorrat.
Pult: Prosawerkstatt – Von ersten Würfen und tausend Wiederholungen
Eigene Prosatexte vortragen und besprechen.
Pult: Lyrikwerkstatt – Poesie im Alltag
Eigene Gedichte vortragen und besprechen.
Literatur aus der Psychiatrie 3 - Dr. Marc Walter, Philipp Theisohn und Svealena Kutschke @Klinik Königsfelden
Literatur aus der Psychiatrie 3 - Dr. Marc Walter, Philipp Theisohn und Svealena Kutschke @Klinik Königsfelden
Schwerpunkt: Literatur aus der Psychiatrie
Fotos: Dorothea Tuch, Samuel Schalch
Das Podiumsgespräch findet im Rahmen unseres Schwerpunkts Literatur aus der Psychiatrie statt. Weiter geplant sind ein Gespräch mit Simon Froehling über seinen Roman Dürrst, eine virtuelle Schreibwerkstatt mit Malwina Ledniowska, sowie ein Abschlussgespräch mit Leon Engler über Botanik des Wahnsinns.
Mehr zum Schwerpunkt Literatur aus der Psychiatrie finden Sie hier mehr.
Wir laden Sie ein zu einer Führung durch den Notfall der Psychatrie Königsfelden und einer anschliessenden Podiumsdiskussion zu “Literatur in der Psychiatrie” mit dem Klinikleiter Prof. Dr. med. Marc Walter, dem Literaturwissenschaftler Prof. Philipp Theisohn und der Schriftstellerin Svealena Kutschke. Im Gespräch mit Salomé Meier diskutieren sie die Geschichte der Psychiatrie als Raum und Institution, ihre literarisch Repräsentation und gesellschaftliche Rolle.
Marc Walter studierte von 1992 bis 1999 an der Georg-August-Universität Göttingen und an der Humboldt-Universität in Berlin Medizin. Nach der Promotion 2000 war er an der Charité Universitätsmedizin Berlin und an der Harvard Medical School in Boston wissenschaftlich tätig. Seit 2016 ist er Titularprofessor für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Basel. Von 2014 bis 2021 war er als Chefarzt und stellvertretender Direktor an der Klinik für Erwachsene der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) in Basel tätig. Seit 2022 leitet er die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Psychiatrischen Dienste Aargau (PDAG).
Philipp Theisohn, geboren 1974 in Bad Dürkheim, ist Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der univertäut Zürich und Direktor des Zentrums für literarische Gegenwart an der Universität Zürich. Seine Forschungsschwerpunkte sind Literatur der Schweiz, Literaturkritik, Literarisches Eigentum / Das Plagiat als literarhistorisches Phänomen, Science Fiction und Futurologie, Realismus, Franz Kafka, Frühneuzeitliche Wissenspoetik.
Er ist Mitherausgeber des Digitalen Almanachs für Schweizer Gegenwartsliteratur und Diskurskritik der Universität Zürich.
Svealena Kutschke studierte Kulturwissenschaften und lebt als Autorin in Berlin. Für ihre literarischen Arbeiten und bisher drei veröffentlichten Romane erhielt sie verschiedene Auszeichnungen und Förderungen, darunter den Open Mike der Literaturwerkstatt Berlin, das Berliner Senatsstipendium und den Förderpreis des Schiller-Gedächtnispreises 2019. Ihr Stück zu unseren füßen, das gold, aus dem boden verschwundenzählt zu den Gewinnertexten der Autorentheatertage 2019 und wurde am Deutschen Theater Berlin uraufgeführt. 2022 erhielt sie den Hebbel-Preis der Friedrich-Hebbel-Stiftung in Kiel.
Moderation und Kuration: Dr. Salomé Meier.
Um 19 Uhr findet eine geführte Besichtigung des Notfalls und der Krisenintervention in der Klinik Königsfelden statt.
Um 19:45 Uhr, gleich anschliessend, beginnt die Podiumsdiskussion. Ein Besuch nur der Podiumsdiskussion ist möglich.
Eintreffen für Führung: 19:00 Uhr
Beginn Podiumsdiskussion: 19:45 / Ende: ca. 21:00
Online: 12.- / Abendkasse: 18.-
Support Member erhalten 50% und Provide Member 100% Rabatt (Zugangsschlüssel unten bei Eventfrog eingeben)
Tickets nur solange Vorrat.
Pult: Stilles Schreiben in der Stadtbibliothek Aarau
«Stilles Schreiben» bedeutet: einmal pro Monat konzentriert schreiben können.
Pult: Prosawerkstatt – Von ersten Würfen und tausend Wiederholungen
Eigene Prosatexte vortragen und besprechen.
Pult: Lyrikwerkstatt – Poesie im Alltag
Eigene Gedichte vortragen und besprechen.
Literatur aus der Psychiatrie 4 - Leon Engler: Botanik des Wahnsinns (Saisonabschluss)
Literatur aus der Psychiatrie 4 - Leon Engler: Botanik des Wahnsinns (Saisonabschluss)
Schwerpunkt: Literatur aus der Psychiatrie
Foto: Niklas Berg
Die Lesung ist das Abschlussgespräch des Schwerpunkts Literatur aus der Psychiatrie.
Zum Schwerpunkt finden Sie hier mehr.
Botanik des Wahnsinns
Von einem, der auszog, um nicht verrückt zu werden
Als bei der Zwangsräumung der Wohnung seiner Mutter durch eine Verwechslung alles von Wert in die Müllverbrennungsanlage wandert, bleibt dem Erzähler wortwörtlich nur der Abfall der eigenen Familiengeschichte. Wie hat es so weit kommen können? Der Erzähler blickt auf die Biografie seiner Familie: ein Stammbaum des Wahnsinns. Die Großmutter bipolar, zwölf Suizidversuche, der Großvater Stammkunde in Steinhof, die Mutter Alkoholikerin, der Vater depressiv. Und er blickt auf seinen eigenen Weg: Eine Kindheit im Münchner Arbeiterviertel. Die frühe Angst, verrückt zu werden. Die Flucht vor der Familie ins entfernte New York. Jahre in Wien mit Freud im Kaffeehaus. Und wie er schließlich doch in der Anstalt landet – als Psychologe. Bei der Arbeit mit den Patienten lernt er, dass ein Mensch immer mehr ist als seine Krankheit, dass Zuhören wichtiger ist als Diagnostizieren. Vor allem aber muss er sich bald die Frage stellen, was das sein soll: ein normaler Mensch.
Eine aus dem Ruder gelaufene Familienanamnese? Ein Schelmenroman? Ein Lehrstück in Empathie? Leon Englers Debüt ist all das und mehr, ein zärtlicher Befreiungsschlag, die Geschichte einer Versöhnung.
»Unwiderstehlich. Leichtfüßig und ernst, zärtlich und brutal, ironisch und ehrlich.«, Siri Hustvedt
Leon Engler wuchs in München auf und studierte Theater-, Film-, Medien-, Kulturwissenschaft und Psychologie in Wien, Paris und Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Theaterstücke, Hörspiele und Kurzgeschichten und wurde 2022 mit dem 3sat-Preis beim Bachmann-Wettbewerb ausgezeichnet. Er ist tätig als Autor, Psychologe und Dozent für Psychologie und Literarisches Schreiben. ›Botanik des Wahnsinns‹ ist sein Debütroman.
Moderation: Dr. Salomé Meier
Türöffnung: 19:15
Beginn: 19:45 / Ende: ca. 21:15
Online: 12.- / Abendkasse: 18.-
Support Member erhalten 50% und Provide Member 100% Rabatt (Zugangsschlüssel unten bei Eventfrog eingeben)
Tickets nur solange Vorrat.
Abschlusslesung Textstatt 2026
Abschlusslesung Textstatt 2026
Ein exklusiver Einblick in unseren renommierten Schreibworkshop für 17- bis 25-Jährige. Unter der Leitung von Noemi Somalvico und Lukas Maisel haben die Teilnehmer*innen mehrere Wochen intensiv an ihren Texten gearbeitet – wenn Sie die Literaturtalente hören wollen, bevor sie alle kennen: Hier finden Sie die Perlen.
Im Anschluss laden wir zum Apéro ein.
TICKETS VOR ORT ERHÄLTLICH
Türöffnung und Bar: 16:30 Uhr
Beginn Veranstaltung: 17:00 Uhr
Apéro und Barbetrieb nach Ende der Veranstaltung.
Ticketreservation per E-Mail an info@aargauer-literaturhaus.ch: 12 CHF
Abendkasse: 18 CHF
Dies ist ein Anlass mit freier Platzwahl.
Förderpartnerin:
Sofalesung mit Dorothee Kohler
Sofalesung mit Dorothee Kohler
Foto: Samuel Schalch
«Vier Seiten Leben - der Fall Martha L.»
Beim Aufräumen ihres Familiennachlasses stösst Dorothee Kohler auf den Namen einer Tante, von der sie nichts wusste: Martha Luginbühl, geboren im Mai 1894. Da steht es, schwarz auf weiss. Ihr Vater hat nie von einer älteren Schwester erzählt und auf Familienfotos finden sich keine Hinweise auf sie. Warum wurde über Martha nie gesprochen?
Dorothee Kohler beginnt zu recherchieren und entdeckt, dass Martha als junge Erwachsene in psychiatrischen Institutionen untergebracht war. Anhand einer kargen Klinikakte will sie Marthas Fall nachvollziehen. Darin ist von einer «unfügsamen» Patientin die Rede, die sich wehrte. Es finden sich weitere Dokumente, die fragwürdige Behandlungsmethoden im frühen 20. Jahrhundert offenlegen, besonders im Umgang mit weiblichen Patientinnen.
Beim Versuch, der Wahrheit nachzuspüren, öffnet sich ein leiser Raum, und die Umrisse eines Lebens werden sichtbar. Persönlich, präzise und berührend erzählt die Autorin von einer versehrten jungen Frau.
Sonntag, 07.Juni 17:00 Uhr
Anmeldung unter: sofalesungen.ch
Die Sofalesung wird in Aarau stattfinden.
Finale Atelier LITERA Mittelstufe
Analog live
Die Workshops für Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe stellen ihre Projekte vor.
Finale Atelier LITERA Oberstufe
Analog live
Die Workshops für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe stellen ihre Projekte vor.
Pult: Stilles Schreiben in der Stadtbibliothek Aarau
«Stilles Schreiben» bedeutet: einmal pro Monat konzentriert schreiben können.
Pult: Lyrikwerkstatt – Poesie im Alltag
Eigene Gedichte vortragen und besprechen.
Pult: Prosawerkstatt – Von ersten Würfen und tausend Wiederholungen
Eigene Prosatexte vortragen und besprechen.
Selfpublishing Grundkurs
In diesem Kurs erhalten Sie erste Einblicke ins Selfpublishing. Alle Informationen, die Sie vor dem Herausgeben des ersten Buchs wissen sollten, werden hier vermittelt.
Halloween im Literaturhaus
Halloween-Special:
Geisterbahn-Lesung mit Schweizer Fantasyautor*innen
An diesem Abend überlassen wir das Aargauer Literaturhaus den Geistern und Dämonen. In unheimlichem Ambiente und auf mehreren Stockwerken lesen Fantasy-Autor*innen brandneue Halloween-Geschichten zum Gruseln. Das Publikum zirkuliert zwischen den verwunschenen Räumen wie bei verschiedenen Stationen einer Geisterbahn.
In Zusammenarbeit mit “Jull”, dem jungen Literaturlabor (jull.ch) und dem “Verein Schweizer Phantastikautor:innen” (www.phantastikautoren.ch).
Ticketreservation per E-Mail an info@aargauer-literaturhaus.ch: Mit Reservation: 10 CHF
Abendkasse: 15 CHF.
Frauenpower: Die Heldinnenreise als Plotmodell
In unserer Werkstatt sehen wir uns an, was die Heldinnenreise von der Heldenreise unterscheidet und wie wir sie für unsere eigenen Romane einsetzen können.
Finale Atelier LITERA Mittelstufe
Analog live
Die Workshops für Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe stellen ihre Projekte vor.
Finale Atelier LITERA Oberstufe
Analog live
Die Workshops für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe stellen ihre Projekte vor.
Sofalesung mit Hayat Erdogan
Sofalesung mit Hayat Erdogan
Foto: Flavio Karrer
«Hauptsache kein Zeitgeist»
Ein Mädchen lernt auf einer Trommel den Takt der türkischen Nationalhymne. Jahre später steht ihre Mutter vor der Tür und zieht sie an der Hand zurück nach Deutschland. Noch einmal Jahre später wird sie verlassen von einem Mann, den sie »Niemand« nennt, die Sehnsucht nach Niemand wird sie nicht mehr los. Alles, nur nicht zynisch werden.
In Hauptsache kein Zeitgeist breitet sich in aufregenden 24 Stunden die Gegenwart vor uns aus wie ein gewebter Teppich. Die Heldin des Romans ist eine Kosmopolitin und eine Migrantin. Sie übt sich in Affirmation und Meditation, bildet sich autodidaktisch in Sozialphilosophie und rollt auf einer Konferenz die Augen über die tristen Tropen der Wissenschaftler. Reist nach Triest und lernt John kennen, reist in die Vergangenheit und lernt sich selbst kennen. Will nicht modern sein und ist es doch.
Sonntag, 15. März 17:00 Uhr
Anmeldung unter: sofalesungen.ch
Die Sofalesung wird in Aarau stattfinden.
Café Littéraire: Werner Adams - Der Milchprinz
Werner Adams - Der Milchprinz
Foto: Markus Nobs
Spätsommer 1806. Eine illustre Gesellschaft von 13 Personen, mehrheitlich aristokratischer Herkunft, bricht von Schloss Brestenberg bei Hallwyl auf, um eine sorgfältig geplante Lustreise auf die Rigi zu unternehmen. Mit von der Partie sind junge Leute, Schüler Pestalozzis sowie Damen und Herren bekannter Familien wie der von Steiger, von Wattenwyl, von Diesbach und May. Rudolf von Jenner, 37, von seinen Freunden ‚Milchprinz‘ genannt, führt als Expeditionsleiter Tagebuch. Das Wetter ist schlecht, das Barometer sinkt ständig, der Regen will nicht aufhören. Trotzdem macht sich die Gruppe gut gelaunt auf den Weg, zu Fuss und zu Pferd, mit Kutsche, viel Gepäck und Parapluies.
Am 2. September 1806 gegen 17.00 Uhr donnern vom Rossberg im Kanton Schwyz an die 40 Millionen Kubikmeter Fels, Steine und Erde 1000 Meter tief zu Tal und verschütten innert kurzen drei Minuten Goldau samt zwei weiteren Dörfern mit insgesamt 457 Menschen und 323 Stück Vieh. 111 Wohnhäuser, 220 Ställe und Scheunen, Kirchen und zwei Kapellen werden zerstört. Die Dörfer Goldau und Röthen sind komplett verschwunden, und der Lauerzersee hat sich um ein Siebtel seiner Fläche verkleinert. Der verheerende Bergsturz von Goldau geht in die Geschichte ein als eine der grössten Naturkatastrophen der Schweiz jener Zeit.
Unter den Toten befinden sich auch sieben Personen der Berner Reisegruppe, darunter der «Milchprinz»!
Der vorliegende historische Roman, ergänzt von Augenzeugenberichten, beleuchtet ausser dem Unglück den Zeitgeist der frühen Romantik und die persönliche Geschichte der Reiseteilnehmer in einer Epoche gesellschaftlichen Wandels vor dem Hintergrund des politischen Umsturzes von 1798, der die Aristokratie wenige Jahre zuvor hart getroffen hat.
Text: Werner Adams
Werner Adams ist in Zürich geboren und aufgewachsen. Heute lebe ich mit meiner Frau im Kanton Bern.
Seit Jahren beschäftigt er sich mit Familiengeschichtsforschung und leitet über 25 Jahre die Genealogisch-Heraldische Gesellschaft Zürich.
Moderation: Werner Christen
Café Littéraire ist eine Veranstaltung der Kulturkommission Lenzburg.
Beginn der Lesung: 11:15 Uhr
Kaffee und Gipfeli: ab 10:30 Uhr
Tageskasse: 15 CHF / Mit Reservation: 10 CHF.
Tageskasse nur solange Vorrat.
Reservation per Mail: info@aargauer-literaturhaus.ch
Wir bitten Sie, mindestens 20 Minuten früher zu kommen, um ihre Tickets/Reservationen einzulösen. Die Plätze sind nicht nummeriert.
Pult: Stilles Schreiben in der Stadtbibliothek Aarau
«Stilles Schreiben» bedeutet: einmal pro Monat konzentriert schreiben können.
Residenzabend mit Jarka Kubsova
Residenzabend mit Jarka Kubsova
©Christoph Niemann
Jarka Kubsova wurde 1977 in Tschechien geboren, seit 1987 lebt sie in Deutschland. 1996 machte sie das Examen zur Pflegefachfrau, stieg vom System desillusioniert schon bald darauf aus dem Beruf wieder aus. Darauf studierte sie in Hamburg Soziologie und Sozialökonomie.
Sie arbeitete als Journalistin bei «Financial Times Deutschland», «Stern» und «DIE ZEIT» sowie als Co-Autorin mehrerer erfolgreicher Sachbücher. 2021 erschien ihr Debütroman «Bergland», der auf der Jahresbestsellerliste stand. Jarka Kubsova lebt in Hamburg. Für «Marschlande» tauchte sie tief in die Geschichte der Stadt und der Vier- und Marschlande ein und forschte in Archiven über Abelke Bleken und ihre Zeit.
Jarka Kubsova wird von Februar bis April 2026 im Atelier Müllerhaus schreiben und arbeiten. Beim Residenzabend stellt sie sich vor und spricht über ihre Werke und die kommenden Projekte.
Türöffnung: 19:15
Beginn: 19:45 / Ende: ca. 21:45
Online: 12.- / Abendkasse: 18.-
Support Member erhalten 50% und Provide Member 100% Rabatt (Zugangsschlüssel unten bei Eventfrog eingeben)
Tickets nur solange Vorrat.
Barbetrieb nach Ende der Veranstaltung.
!NUR MIT VORANMELDUNG! Vernissage: Robert Hunger-Bühler – Die Blume im Mund
ACHTUNG! NUR MIT EVENTFROG-TICKET/VORANMELDUNG. (EINTRITT BEI ABENDKASSE KANN NICHT GARANTIERT WERDEN.)
Vernissage: Robert Hunger-Bühler – Die Blume im Mund mit Julian Sartorius
Foto: Thomas Egli
Wir feiern die Vernissage von "Die Blume im Mund" (Secession, 2026), einer Auswahl der Haiku von Robert Hunger-Bühler. Der Aarauer Star-Schauspieler, international bekannt für seine Rollen in Theater, Film und als Produzent, arbeitet seit vielen Jahren an dieser strengen lyrischen Form. Dieses Buch, das erste seit "Herzschlag-Zeit" (Howeg, 2012), versammelt die neusten Sprachkonzentrate in ihrer atemberaubenden Vielfalt: mal ironisch, mal gebrochen, mal kontemplativ, mal profan, mal verblüffend und aufrüttelnd, mal Schweizerdeutsch, immer wieder überraschend und sich selber unterlaufend - ein Buch, das die Sprache, ihre Rhythmen und Melodien auslotet, formuliert mit einer Stimme, die sich wie kaum eine zweite damit beschäftigt hat.
Robert Hunger-Bühler liest im Aaraguer Literaturhaus aus "Die Blume im Mund", mit Begleitung des vielfach ausgezeichneten Schlagzeugers Julian Sartorius. Im Gespräch mit dem Literaturkritiker und Herausgeber Charles Linsmayer erzählt er von Haiku, ihrer Entstehung und der langjährigen Arbeit an diesem Lebensprojekt.
Mit Apéro und Büchertisch.
Finsternis
in der Finsternis
wandert ein heller Finger
über das Display
Robert Hunger-Bühler ist 1953 in Sommeri in der Schweiz geboren. Kindheit in Aarau, Boxen, Bücher, Posaune zwischen 5 Geschwistern. Lesen mit Mutter, Turnen mit Vater. Militärdienst als Cycliste. Reise im »Wiener Walzer« von Aarau nach Wien. Gründung des Studententheaters Gruppe 85. Theater-Praxis im kleinsten Theater Wiens als Schauspieler, Regisseur und Kartenabreisser. 100 Theaterrollen auf den grössten Bühnen Europas und spielen für Film und Fernsehen und immer wieder schreiben und rezitieren.
Bisherige Publikationen: Ohne Licht, ohne Lärm (2001), Herzschlag-Zeit (2013), Den Menschen spielen (2018).
Julian Sartorius, geboren 1981, ist einer der prägenden Schweizer Schlagzeuger und Klangkünstler seiner Generation und experimentiert mit den Grenzen der klassischen Perkussion. Er hat mit vielen Musiker*innen zusammengearbeitet, u.a. Sophie Hunger, Sylvie Courvoisier, Gyda Valtysdottir, Dimlite, Shahzad Ismaily und Dan Carey, und er ist auf den Alben von Kate Tempest, Matthew Herbert und James Zoo zu hören. Live stand Julian Sartorius in Nord- und Südamerika, Asien und Europa mit Künstler*innen wie Marc Ribot, Deerhoof, Faust, Jaki Liebezeit und Arto Lindsay auf der Bühne.
Charles Linsmayer, Germanist, Literaturkritiker und -vermittler, lebt im Kanton Aargau. Er ist Journalist und Herausgeber von Schweizer Literatur und der bedeutenden Anthologien "20/21 synchron" und "19/21 synchron". Er wurde mit dem Preis des Schweizer Buchhandels, dem Ehrendoktor der Universität Basel und dem Deutschen Sprachpreis ausgezeichnet. 2025 erschien sein neustes Buch «Die andere Schweizer Literatur».
Autor + Sprecher: Robert Hunger-Bühler
Schlagzeug: Julian Sartorius
Moderation: Charles Linsmayer
Türöffnung: 19:15
Beginn: 19:45 / Ende: ca. 21:45
Online: 12.- / Abendkasse: 18.- (VERFÜGBARKEIT DER ABENDKASSE KANN NICHT GARANTIERT WERDEN)
Support Member erhalten 50% und Provide Member 100% Rabatt (Zugangsschlüssel unten bei Eventfrog eingeben)
Tickets nur solange Vorrat.
Pult-Lesekreis: Manon Garcia – Mit Männern leben
Pult-Lesekreis: Manon Garcia – Mit Männern leben
Wir diskutieren über: «Mit Männern leben» von Manon Garcia (Suhrkamp, 2025, übersetzt von Andrea Hemminger; Originaltitel «Vivre avec les hommes»)
Im Lesekreis diskutieren wir in gemütlichem Rahmen über ein von allen gelesenes Buch. Dabei sprechen wir abwechselnd über Romane und Sachbücher. Alle, die sich für das jeweilige Buch interessieren, sind herzlich willkommen.
Beschränkte Platzzahl, nur mit Anmeldung (per Mail an info@aargauer-literaturhaus.ch).
Bei den Treffen legen wir jeweils die nächsten Daten und Bücher gemeinsam fest.
Pult: Prosawerkstatt – Von ersten Würfen und tausend Wiederholungen
Eigene Prosatexte vortragen und besprechen.
Pult: Lyrikwerkstatt – Poesie im Alltag
Eigene Gedichte vortragen und besprechen.
Pult: Schreiberkenntnisse
Ressourcenorientierte Beratungen mit Schreib- und poesietherapeutischem Ansatz
Café Littéraire: Wanda Dufner - Bauchlandung
Wanda Dufner - Bauchlandung, Geschichte einer Teenager-Schwangerschaft
Foto: Florian Bachmann
Noemi ist sich sicher, dass sie nie schwanger werden kann. Dünne Mädchen können keine Kinder bekommen, denkt sie. Und bei küssenden Menschen im Fernseher kann sie auch kaum hinschauen. Dann passiert das Unvorhergesehene: Noemi wird schwanger — mit 17 Jahren. Neben ihren eigenen Ängsten und inneren Konflikten muss sie auch noch durch all die Stimmen navigieren, die von aussen auf sie einprasseln. Ihre Familie, ihr Freund, die Lehrpersonen, die Ärzt*innen und sogar Unbekannte auf der Strasse — alle scheinen es besser zu wissen und scheuen sich nicht, ihr das mitzuteilen.
Ehrlich, mit bitterbösem Humor und in knallbunten Farben zeigt Wanda Dufner, wie Noemi wiederholt in eine Opferrolle gedrängt und nicht ernst genommen wird. Gleichzeitig erlaubt sie Noemi, sich durch ihren abgeklärten Erzählton von der Fremdbestimmung zu emanzipieren.
Text: Édition Moderne
Wanda Dufner geboren 1992 in Zürich und wuchs im Kanton Aargau auf, wo sie noch heute lebt. Sie hat Visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt Illustration Fiction an der Hochschule Luzern — Design & Kunst (HSLU) studiert und arbeitet derzeit als Illustratorin, Comiczeichnerin und Künstlerin in ihrem Atelier in der Wisa Gloria in Lenzburg.
Moderation: Werner Christen
Café Littéraire ist eine Veranstaltung der Kulturkommission Lenzburg.
Beginn der Lesung: 11:15 Uhr
Kaffee und Gipfeli: ab 10:30 Uhr
Tageskasse: 15 CHF / Mit Reservation: 10 CHF.
Tageskasse nur solange Vorrat.
Reservation per Mail: info@aargauer-literaturhaus.ch
Wir bitten Sie, mindestens 20 Minuten früher zu kommen, um ihre Tickets/Reservationen einzulösen. Die Plätze sind nicht nummeriert.
Pult: Stilles Schreiben in der Stadtbibliothek Aarau
«Stilles Schreiben» bedeutet: einmal pro Monat konzentriert schreiben können.
«brüten wir die welt neu aus» - Verena Stefan
«brüten wir die welt neu aus» - Szenische Lesung zu Verena Stefan
Verena Stefan, 1947 in Bern geboren, gehörte zu den Mitbegründerinnen der Gruppe «Brot und Rosen», die ein neues Bewusstsein für den weiblichen Körper und dessen Sexualität schuf. Dieser sich international verwurzelnde Feminismus war zu jener Zeit in seiner Form und intellektuellen Ausprägung neu. In einem der damals gegründeten Kleinstverlage, «Frauenoffensive», gab Verena Stefan 1975 ihr Debüt «Häutungen» heraus, das mit einer halben Million verkaufter Exemplare sehr bald ein riesiger, auch unerwarteter Erfolg wurde.
Es handelt sich bei «Häutungen» auch 50 Jahre nach seinem Erscheinen um einen Text von bestechender Aktualität wie Qualität. Verena Stefan zeichnet darin nicht nur die untrennbaren Verbindungslinien zwischen Sexualität, Körperlichkeit und Begehren nach, über die sich Machtverhältnisse und hierarchische Ordnungsgefüge konstituieren, sondern entwirft ein poetisches Verfahren – einen Mix von autobiographischen Aufzeichnungen, Gedichten, Träumen, Analysen – womit sie den weiblichen Körper mit einer Sprache aus „Hautworte[n]“ neu einkleidet.
«Häutungen» vermittelt so Wissen über Genderrollen, Sexualpraktiken, Heteronormativität und Begehrensstrukturen, und entwirft gleichzeitig die literarischen Genres, die für den Diskurs und eine dazugehörige neue Sprache benötigt werden.
Diesem fulminanten Start liess Verena Stefan ein reichhaltiges Werk folgen, das von biografisch unterfütterten Romanen, wie «Die Befragung der Zeit», worin sie von ihrem Grossvater, dem Dorfarzt, der mehrfach wegen vorgenommener Abtreibungen inhaftiertem wurde, erzählt, über literaturgeschichtliche Texte wie «rauh, wild und frei», worin weibliche Figuren verschiedenster Werke miteinander in einen Dialog treten, hin zu Gedichtbänden und Übersetzungen reicht.
Aus dem Gesamtwerk von Verena Stefan hat Tabea Steiner Zeilen, Zitate und Auszüge erlesen, die sich, neu zusammengesetzt, zu einem sprachlichen Gewebe fügen. Während Kathrin Veith den Text aufklingen lässt, reichert ihn Dinah Wernli mit Farbe an. Stoffe fliessen, und aus Bewegung, Sprache und Strukturen schlüpft schliesslich, für einen Moment, Verena Stefans literarische Welt.
Die Inszenierung «brüten wir die welt neu aus» – ein Zitat aus «Häutungen» – bringt dieses Werk als sprachliches Arrangement auf die Bühne.
Szenische Lesung: Kathrin Veith
Illustration, Farbe, Stoff: Dinah Wernli
Inszenierung: Maja Bagat und Anouk Gyssler
Konzept: Mariann Bühler und Tabea Steiner
Zu der Webseite “brüten wie die Welt neu aus” gelangt ihr hier.
Sofalesung mit Simone Stolz - Dazwischen die Einsamkeit
Sofalesung mit Simone Stolz
Foto: Elena Keaser
«Dazwischen die Einsamkeit»
Bis weit in die 1980er Jahre wurden in der Schweiz zehntausende Kinder und Jugendliche in Heimen und Anstalten fremdplatziert und versorgt. Abgegrenzt von der Umwelt und ihren Familien sollten sie erzogen und ausgebildet werden. Was als fürsorgerische Massnahme begründet war, erwies sich für die fremdplatzierten Kinder oftmals als eine schmerzhafte Erfahrung, die ihr Leben prägen sollte.
Durch Zeichnungen und im Gespräch nähert sich Simone Stolz den Geschichten, Erinnerungen und Erzählungen ehemaliger Heimkinder an. Es sind Erzählungen aus dem Alltag, Erzählungen vom Alleinsein und der Angst, Erzählungen von Arbeit und Ordnung, von Flucht und Resilienz. Erzählungen einer Suche nach Identität.
«Dazwischen die Einsamkeit» schafft einen vielschichtigen und persönlichen Zugang zu einem dunklen Kapitel Schweizer Geschichte und trägt zu dessen Sichtbarkeit bei.
Sonntag, 08. Februar 17:00 Uhr
Anmeldung unter: sofalesungen.ch
Die Sofalesung wird in der Villa Sonnenberg in Lenzburg stattfinden.
Café Littéraire: Barbara Schibli - Flimmern im Ohr
Barbara Schibli - Flimmern im Ohr
Sommer 2010. Während Priska mit ihrem Innenohr-Implantat das Hören so übt, dass die Punkmusik von früher wieder Rausch werden könnte, erschüttert ein politischer Skandal die Schweizer Öffentlichkeit. Wie in den politisch aufgeheizten 1970er- und 80er-Jahren hat der Inlandsgeheimdienst wieder illegal Daten verdächtiger Personen abgegriffen.
Auch Priska wurde damals beobachtet. Die neuerliche Fichen-Affäre weckt Erinnerungen an ihre Zeit in der Clubszene und der Frauenbewegung, vor allem aber an Gina, ihr Vorbild, ihre unerschrockene Mitstreiterin und große Liebe, die ebenfalls im Visier des Staatsschutzes war. Über dreißig Jahre später denkt Priska zurück und fragt sich, wie ihr Leben wurde, was es jetzt ist.
Mit poetischen Bildern und sanfter Radikalität spürt Barbara Schibli der Frage nach, ob wir mit den Jahren immer mehr wir selbst werden oder uns in Kompromissen verlieren. Und woran wir den Unterschied erkennen.
Text: Dörlemann Verlag
Barbara Schibli, * 1975 in Baden, hat Germanistik, italienische Literaturwissenschaft und Publizistik studiert und lebt nach mehr als zwanzig Jahren in der Stadt Zürich und allen Sprachregionen der Schweiz nun wieder im Kanton Aargau.
Moderation: Werner Christen
Café Littéraire ist eine Veranstaltung der Kulturkommission Lenzburg.
Beginn der Lesung: 11:15 Uhr
Kaffee und Gipfeli: ab 10:30 Uhr
Tageskasse: 15 CHF / Mit Reservation: 10 CHF.
Tageskasse nur solange Vorrat.
Reservation per Mail: info@aargauer-literaturhaus.ch
Wir bitten Sie, mindestens 20 Minuten früher zu kommen, um ihre Tickets/Reservationen einzulösen. Die Plätze sind nicht nummeriert.
Pult: Schreiberkenntnisse
Ressourcenorientierte Beratungen mit Schreib- und poesietherapeutischem Ansatz
Pult-Lesekreis: Ian McEwan - Was wir wissen können
Pult-Lesekreis: McEwan - Was wir wissen können
Donnerstag, 22. Januar 2025, 19.00 Uhr
Wir diskutieren über "Was wir wissen können" von Ian McEwan (Diogenes, 2025)
Mehr zum Buch “Was wir wissen können”:
Im Jahr 2119: Die Welt ist überschwemmt, Europa eine Insellandschaft, Freiheit und Reichtum unserer Gegenwart – ein ferner Traum. Der Literaturwissenschaftler Thomas Metcalfe sucht ein verschollenes Gedicht von Weltrang. Der Dichter Francis Blundy hat es 2014 seiner Frau Vivien gewidmet und nur ein einziges Mal vorgetragen. In all den Spuren, die das berühmte Paar hinterlassen hat, stößt Thomas auf eine geheime Liebe, aber auch auf ein Verbrechen. Ian McEwan entwirft meisterhaft eine zukünftige Welt, in der nicht alles verloren ist.
Im Lesekreis diskutieren wir in gemütlichem Rahmen über ein von allen gelesenes Buch. Dabei sprechen wir abwechselnd über Romane und Sachbücher. Alle, die sich für das jeweilige Buch interessieren, sind herzlich willkommen.
Beschränkte Platzzahl, nur mit Anmeldung (per Mail an info@aargauer-literaturhaus.ch).
Bei den Treffen legen wir jeweils die nächsten Daten und Bücher gemeinsam fest.
Weitere Lesekreise
26. Februar 2026 Moderation Lesekreis – Sachbuch
Wir diskutieren über: «Mit Männern leben» von Manon Garcia (Suhrkamp, 2025, übersetzt von Andrea Hemminger; Originaltitel «Vivre avec les hommes»)
Ort: Aargauer Literaturhaus, Lenzburg
Pult: Prosawerkstatt – Stocken, stolpern und erzählen
Eigene Prosatexte vortragen und besprechen.
Pult: Lyrikwerkstatt – Einblicke, Ausblicke
Eigene Gedichte vortragen und besprechen.
Podium: Leben mit Krankheit und künstlerisches Schaffen
Leben mit Krankheit und künstlerisches Schaffen
Widerspruch oder Potenzial? Podiumsgespräch mit Dino Brandão und Paula Fürstenberg
Fotos: Jonas Ludwig Walter, Julien Chavaillaz
Hauptsache gesund – so das Motto unserer Zeit. Doch was, wenn wir dem nicht entsprechen? Wie lebt es sich mit chronischen Krankheiten in einer Gesellschaft, die sich ganz dem Gesundheitstrend verschrieben hat? Und welche Rolle kann Kunst spielen in der Auseinandersetzung mit einer Krankheit? Mit Paula Fürstenberg und Dino Brandão sprechen wir über Krankheit und künstlerisches Schaffen, über das kreative Potenzial von Krisen und Erkrankungen und übers Leben abseits der Norm.
Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Stapferhaus.
Das Gespräch wird vor Ort auf Gebärdensprache (DSGS) gedolmetscht.
Auf dem Podium:
Paula Fürstenberg ist Schriftstellerin und verhandelt das Leben mit chronischen Krankheiten im Roman «Weltalltage».
Dino Brandão ist Musiker, lebt mit einer bipolaren Störung und zeigt sich im Dokfilm «I love you, I leave you» von Moris Freiburghaus während einer manischen Phase.
Beginn des Podiums: 11:15 Uhr
Anmeldung und Ticket hier
Regulär: CHF 10
Ermässigt: CHF 5
Stapferkreis: CHF 0
Pult: Stilles Schreiben in der Stadtbibliothek Aarau
«Stilles Schreiben» bedeutet: einmal pro Monat konzentriert schreiben können.
Pult: Stilles Schreiben in der Stadtbibliothek Aarau
«Stilles Schreiben» bedeutet: einmal pro Monat konzentriert schreiben können.
Café Littéraire: Martin R. Dean - Tabak und Schokolade
Martin R. Dean -
Tabak und Schokolade
Foto: Ayse Yavas
Nach dem Tod der Mutter findet der Erzähler in einer Schublade ein Album mit Fotos seiner frühen Kindheit, die er auf der Karibikinsel Trinidad und Tobago verbracht hat. Als junge Frau hatte sich die Tochter von »Stumpenarbeitern« aus dem Aargau in ein Abenteuer mit einem Tunichtgut der westindischen Oberschicht gestürzt und ein Kind bekommen. Während die übrige Familie bemüht ist, das Gedächtnis an die Jahre der Mutter bei den »Wilden« auszulöschen, macht sich der Erzähler auf, diese Geschichte, die auch seine eigene ist, zu retten.
Tabak und Schokolade führt in den tropischen Dschungel einer britischen Kronkolonie der fünfziger und sechziger Jahre. Indem der Erzähler immer weiter zu seinen indischen Vorfahren, die als Kontraktarbeiter in die Karibik verschifft wurden, vordringt, legt er nicht nur einen Familienstammbaum, sondern auch ein Stück Kolonialgeschichte frei. Dem gegenüber wird die Erinnerung an das Aufwachsen im »Tabakhaus« der Großeltern im Aargau gestellt und die Annäherung an eine Mutter, die zu Lebzeiten stets unnahbar erschien.
Martin R. Dean wurde 1955 in Menziken im Aargau geboren. Heute lebt er in Basel und arbeitet als Autor dazu unterrichtet er an der Schule für Gestaltung Basel sowie am Gymnasium in Muttenz.
Moderation: Werner Christen
Café Littéraire ist eine Veranstaltung der Kulturkommission Lenzburg.
Beginn der Lesung: 11:15 Uhr
Kaffee und Gipfeli: ab 10:30 Uhr
Tageskasse: 15 CHF / Mit Reservation: 10 CHF.
Tageskasse nur solange Vorrat.
Reservation per Mail: info@aargauer-literaturhaus.ch
Wir bitten Sie, mindestens 20 Minuten früher zu kommen, um ihre Tickets/Reservationen einzulösen. Die Plätze sind nicht nummeriert.
Pult-Lesekreis: Anne Applebaum – Die Achse der Autokraten
Pult-Lesekreis: Anne Applebaum – Die Achse der Autokraten
Freitag, 05. Dezember 2025, 19.00 Uhr
Wir werden über ein Sachbuch diskutieren, welches im Lesekreis am 24. Oktober bestimmt wird.
Im Lesekreis diskutieren wir in gemütlichem Rahmen über ein von allen gelesenes Buch. Dabei sprechen wir abwechselnd über Romane und Sachbücher. Alle, die sich für das jeweilige Buch interessieren, sind herzlich willkommen.
Beschränkte Platzzahl, nur mit Anmeldung (per Mail an info@aargauer-literaturhaus.ch).
Bei den Treffen legen wir jeweils die nächsten Daten und Bücher gemeinsam fest.
Weitere Lesekreise
22. Januar 2026 Moderation Lesekreis – Belletristik
Wir diskutieren über «Was wir wissen können» von Ian McEwan (Diogenes Verlag, 2025, übersetzt von Bernhard Robben; Originaltitel «What We Can Know»)
Ort: Aargauer Literaturhaus, Lenzburg
26. Februar 2026 Moderation Lesekreis – Sachbuch
Wir diskutieren über: «Mit Männern leben» von Manon Garcia (Suhrkamp, 2025, übersetzt von Andrea Hemminger; Originaltitel «Vivre avec les hommes»)
Ort: Aargauer Literaturhaus, Lenzburg
Pult: Prosawerkstatt – Stocken, stolpern und erzählen
Eigene Prosatexte vortragen und besprechen.
Pult: Lyrikwerkstatt – Einblicke, Ausblicke
Eigene Gedichte vortragen und besprechen.
Pult-Lesekreis: Jehona Kicaj - ë
Pult-Lesekreis: Jehona Kicaj - ë
Donnerstag, 27. November 2025, 19.00 Uhr
Wir diskutieren über "ë" von Jehona Kicaj (Wallstein, 2025)
Mehr zu ë :
Ein stilles und zugleich sprachmächtiges Buch, das vom Verlust der Heimat durch Krieg, von Schmerz und Sprachverlust erzählt. In diesem ergreifenden Debüt findet die Autorin eine großartige eigene Sprache.
Der ungewöhnliche Titel »ë« steht für einen Buchstaben, der in der albanischen Sprache eine wichtige Funktion hat, obwohl er meist gar nicht ausgesprochen wird. Als Kind von Geflüchteten aus dem Kosovo ist die Erzählerin auf der Suche nach Sprache und Stimme. Sie wächst in Deutschland auf, geht in den Kindergarten, zur Schule und auf die Universität, sucht nach Verständnis, aber stößt immer wieder auf Zuschreibungen, Ahnungslosigkeit und Ignoranz.
Als der Kosovokrieg Ende der 90er-Jahre wütet, erlebt sie ihn aus sicherer Entfernung. Doch auch in der Diaspora sind Krieg und Tod präsent – sie werden nur anders erlebt als vor Ort.
Der Roman »ë« erzählt von dem in Deutschland kaum bekannten Kosovokrieg und erinnert an das Leid von Familien, die ihre Heimat verloren haben, deren ermordete Angehörige anonym verscharrt wurden und bis heute verschollen oder nicht identifiziert sind. Eine Vergangenheit, die nicht vergehen kann, weil sie buchstäblich in jeder Faser des Körpers steckt, wird von Jehona Kicaj im wahrsten Wortsinn zur Sprache gebracht.
Im Lesekreis diskutieren wir in gemütlichem Rahmen über ein von allen gelesenes Buch. Dabei sprechen wir abwechselnd über Romane und Sachbücher. Alle, die sich für das jeweilige Buch interessieren, sind herzlich willkommen.
Beschränkte Platzzahl, nur mit Anmeldung (per Mail an info@aargauer-literaturhaus.ch).
Bei den Treffen legen wir jeweils die nächsten Daten und Bücher gemeinsam fest.
Weitere Lesekreise
5. Dezember 2025 Moderation Lesekreis – Sachbuch
Wir diskutieren über «Die Achse der Autokraten» von Anne Applebaum (Siedler Verlag, 2024, übersetzt von Jürgen Neubauer)
Ort: Aargauer Literaturhaus, Lenzburg
22. Januar 2026 Moderation Lesekreis – Belletristik
Wir diskutieren über «Was wir wissen können» von Ian McEwan (Diogenes Verlag, 2025, übersetzt von Bernhard Robben; Originaltitel «What We Can Know»)
Ort: Aargauer Literaturhaus, Lenzburg
26. Februar 2026 Moderation Lesekreis – Sachbuch
Wir diskutieren über: «Mit Männern leben» von Manon Garcia (Suhrkamp, 2025, übersetzt von Andrea Hemminger; Originaltitel «Vivre avec les hommes»)
Ort: Aargauer Literaturhaus, Lenzburg