Sofalesung mit Simone Stolz - Dazwischen die Einsamkeit
Feb.
8

Sofalesung mit Simone Stolz - Dazwischen die Einsamkeit

Sofalesung mit Simone Stolz

Foto: Elena Keaser

«Dazwischen die Einsamkeit»

Bis weit in die 1980er Jahre wurden in der Schweiz zehntausende Kinder und Jugendliche in Heimen und Anstalten fremdplatziert und versorgt. Abgegrenzt von der Umwelt und ihren Familien sollten sie erzogen und ausgebildet werden. Was als fürsorgerische Massnahme begründet war, erwies sich für die fremdplatzierten Kinder oftmals als eine schmerzhafte Erfahrung, die ihr Leben prägen sollte.
Durch Zeichnungen und im Gespräch nähert sich Simone Stolz den Geschichten, Erinnerungen und Erzählungen ehemaliger Heimkinder an. Es sind Erzählungen aus dem Alltag, Erzählungen vom Alleinsein und der Angst, Erzählungen von Arbeit und Ordnung, von Flucht und Resilienz. Erzählungen einer Suche nach Identität.

«Dazwischen die Einsamkeit» schafft einen vielschichtigen und persönlichen Zugang zu einem dunklen Kapitel Schweizer Geschichte und trägt zu dessen Sichtbarkeit bei.

Sonntag, 08. Februar 17:00 Uhr

Anmeldung unter: sofalesungen.ch

Die Sofalesung wird in der Villa Sonnenberg in Lenzburg stattfinden.

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«brüten wir die welt neu aus» - Verena Stefan
Feb.
10

«brüten wir die welt neu aus» - Verena Stefan

«brüten wir die welt neu aus» - Szenische Lesung zu Verena Stefan

Verena Stefan, 1947 in Bern geboren, gehörte zu den Mitbegründerinnen der Gruppe «Brot und Rosen», die ein neues Bewusstsein für den weiblichen Körper und dessen Sexualität schuf. Dieser sich international verwurzelnde Feminismus war zu jener Zeit in seiner Form und intellektuellen Ausprägung neu. In einem der damals gegründeten Kleinstverlage, «Frauenoffensive», gab Verena Stefan 1975 ihr Debüt «Häutungen» heraus, das mit einer halben Million verkaufter Exemplare sehr bald ein riesiger, auch unerwarteter Erfolg wurde.


Es handelt sich bei «Häutungen» auch 50 Jahre nach seinem Erscheinen um einen Text von bestechender Aktualität wie Qualität. Verena Stefan zeichnet darin nicht nur die untrennbaren Verbindungslinien zwischen Sexualität, Körperlichkeit und Begehren nach, über die sich Machtverhältnisse und hierarchische Ordnungsgefüge konstituieren, sondern entwirft ein poetisches Verfahren – einen Mix von autobiographischen Aufzeichnungen, Gedichten, Träumen, Analysen – womit sie den weiblichen Körper mit einer Sprache aus „Hautworte[n]“ neu einkleidet.  

«Häutungen» vermittelt so Wissen über Genderrollen, Sexualpraktiken, Heteronormativität und Begehrensstrukturen, und entwirft gleichzeitig die literarischen Genres, die für den Diskurs und eine dazugehörige neue Sprache benötigt werden.

 

Diesem fulminanten Start liess Verena Stefan ein reichhaltiges Werk folgen, das von biografisch unterfütterten Romanen, wie «Die Befragung der Zeit», worin sie von ihrem Grossvater, dem Dorfarzt, der mehrfach wegen vorgenommener Abtreibungen inhaftiertem wurde, erzählt, über literaturgeschichtliche Texte wie «rauh, wild und frei», worin weibliche Figuren verschiedenster Werke miteinander in einen Dialog treten, hin zu Gedichtbänden und Übersetzungen reicht.

 

Aus dem Gesamtwerk von Verena Stefan hat Tabea Steiner Zeilen, Zitate und Auszüge erlesen, die sich, neu zusammengesetzt, zu einem sprachlichen Gewebe fügen. Während Kathrin Veith den Text aufklingen lässt, reichert ihn Dinah Wernli mit Farbe an. Stoffe fliessen, und aus Bewegung, Sprache und Strukturen schlüpft schliesslich, für einen Moment, Verena Stefans literarische Welt.

Die Inszenierung «brüten wir die welt neu aus» – ein Zitat aus «Häutungen» – bringt dieses Werk als sprachliches Arrangement auf die Bühne.

 

Szenische Lesung: Kathrin Veith
Illustration, Farbe, Stoff: Dinah Wernli
Inszenierung: Maja Bagat und Anouk Gyssler
Konzept: Mariann Bühler und Tabea Steiner

Zu der Webseite “brüten wie die Welt neu aus” gelangt ihr hier.

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Café Littéraire: Wanda Dufner - Bauchlandung
Feb.
15

Café Littéraire: Wanda Dufner - Bauchlandung

Wanda Dufner - Bauchlandung, Geschichte einer Teenager-Schwangerschaft

Foto: Florian Bachmann

Noemi ist sich sicher, dass sie nie schwanger werden kann. Dünne Mädchen können keine Kinder bekommen, denkt sie. Und bei küssenden Menschen im Fernseher kann sie auch kaum hinschauen. Dann passiert das Unvorhergesehene: Noemi wird schwanger — mit 17 Jahren. Neben ihren eigenen Ängsten und inneren Konflikten muss sie auch noch durch all die Stimmen navigieren, die von aussen auf sie einprasseln. Ihre Familie, ihr Freund, die Lehrpersonen, die Ärzt*innen und sogar Unbekannte auf der Strasse — alle scheinen es besser zu wissen und scheuen sich nicht, ihr das mitzuteilen.

Ehrlich, mit bitterbösem Humor und in knallbunten Farben zeigt Wanda Dufner, wie Noemi wiederholt in eine Opferrolle gedrängt und nicht ernst genommen wird. Gleichzeitig erlaubt sie Noemi, sich durch ihren abgeklärten Erzählton von der Fremdbestimmung zu emanzipieren.

Text: Édition Moderne

Wanda Dufner geboren 1992 in Zürich und wuchs im Kanton Aargau auf, wo sie noch heute lebt. Sie hat Visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt Illustration Fiction an der Hochschule Luzern — Design & Kunst (HSLU) studiert und arbeitet derzeit als Illustratorin, Comiczeichnerin und Künstlerin in ihrem Atelier in der Wisa Gloria in Lenzburg.

Moderation: Werner Christen

Café Littéraire ist eine Veranstaltung der Kulturkommission Lenzburg.

Beginn der Lesung: 11:15 Uhr

Kaffee und Gipfeli: ab 10:30 Uhr

Tageskasse: 15 CHF / Mit Reservation: 10 CHF.

Tageskasse nur solange Vorrat.

Reservation per Mail: info@aargauer-literaturhaus.ch

Wir bitten Sie, mindestens 20 Minuten früher zu kommen, um ihre Tickets/Reservationen einzulösen. Die Plätze sind nicht nummeriert.

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Pult-Lesekreis: Manon Garcia – Mit Männern leben
Feb.
26

Pult-Lesekreis: Manon Garcia – Mit Männern leben

Pult-Lesekreis: Manon Garcia – Mit Männern leben

Wir diskutieren über: «Mit Männern leben» von Manon Garcia (Suhrkamp, 2025, übersetzt von Andrea Hemminger; Originaltitel «Vivre avec les hommes»)

Im Lesekreis diskutieren wir in gemütlichem Rahmen über ein von allen gelesenes Buch. Dabei sprechen wir abwechselnd über Romane und Sachbücher. Alle, die sich für das jeweilige Buch interessieren, sind herzlich willkommen.
Beschränkte Platzzahl, nur mit Anmeldung (per Mail an info@aargauer-literaturhaus.ch).

Bei den Treffen legen wir jeweils die nächsten Daten und Bücher gemeinsam fest.

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Vernissage: Robert Hunger-Bühler – Die Blume im Mund
Feb.
27

Vernissage: Robert Hunger-Bühler – Die Blume im Mund

Vernissage: Robert Hunger-Bühler – Die Blume im Mund mit Julian Sartorius

Foto: Thomas Egli 

Wir feiern die Vernissage von "Die Blume im Mund" (Secession, 2026), einer Auswahl der Haiku von Robert Hunger-Bühler. Der Aarauer Star-Schauspieler, international bekannt für seine Rollen in Theater, Film und als Produzent, arbeitet seit vielen Jahren an dieser strengen lyrischen Form. Dieses Buch, das erste seit "Herzschlag-Zeit" (Howeg, 2012), versammelt die neusten Sprachkonzentrate in ihrer atemberaubenden Vielfalt: mal ironisch, mal gebrochen, mal kontemplativ, mal profan, mal verblüffend und aufrüttelnd, mal Schweizerdeutsch, immer wieder überraschend und sich selber unterlaufend - ein Buch, das die Sprache, ihre Rhythmen und Melodien auslotet, formuliert mit einer Stimme, die sich wie kaum eine zweite damit beschäftigt hat.

Robert Hunger-Bühler liest im Aaraguer Literaturhaus aus "Die Blume im Mund", mit Begleitung des vielfach ausgezeichneten Schlagzeugers Julian Sartorius. Im Gespräch mit dem Aargauer Lyrikspezialisten Charles Linsmayer spricht über die Haiku, ihre Entstehung und das langjährige Schreiben für dieses Lebensprojekt.

Mit Apéro und Büchertisch.

Finsternis

in der Finsternis

wandert ein heller Finger

über das Display

Robert Hunger-Bühler ist 1953 in Sommeri in der Schweiz geboren. Kindheit in Aarau, Boxen, Bücher, Posaune zwischen 5 Geschwistern. Lesen mit Mutter, Turnen mit Vater. Militärdienst als Cycliste. Reise im »Wiener Walzer« von Aarau nach Wien. Gründung des Studententheaters Gruppe 85. Theater-Praxis im kleinsten Theater Wiens als Schauspieler, Regisseur und Kartenabreisser. 100 Theaterrollen auf den grössten Bühnen Europas und spielen für Film und Fernsehen und immer wieder schreiben und rezitieren.

Bisherige Publikationen: Ohne Licht, ohne Lärm (2001), Herzschlag-Zeit (2013), Den Menschen spielen (2018).

Julian Sartorius, geboren 1981, ist einer der prägenden Schweizer Schlagzeuger und Klangkünstler seiner Generation und experimentiert mit den Grenzen der klassischen Perkussion. Er hat mit vielen Musiker*innen zusammengearbeitet, u.a. Sophie Hunger, Sylvie Courvoisier, Gyda Valtysdottir, Dimlite, Shahzad Ismaily und Dan Carey, und er ist auf den Alben von Kate Tempest, Matthew Herbert und James Zoo zu hören. Live stand Julian Sartorius in Nord- und Südamerika, Asien und Europa mit Künstler*innen wie Marc Ribot, Deerhoof, Faust, Jaki Liebezeit und Arto Lindsay auf der Bühne.

Charles Linsmayer, Germanist, Literaturkritiker und -vermittler, lebt im Kanton Aargau. Er ist Journalist und Herausgeber von Schweizer Literatur und insbesondere der bedeutenden Lyrikanthologien "20/21 synchron" und "19/21 synchron". Er wurde mit dem Preis des Schweizer Buchhandels, dem Ehrendoktor der Universität Basel und dem Deutschen Sprachpreis ausgezeichnet. 2025 erschien sein neustes Buch «Die andere Schweizer Literatur».

 

Autor + Sprecher: Robert Hunger-Bühler

Schlagzeug: Julian Sartorius

Moderation: Charles Linsmayer

Türöffnung: 19:15

Beginn: 19:45  / Ende: ca. 21:45

Online: 12.- / Abendkasse: 18.-

Support Member erhalten 50% und Provide Member 100% Rabatt (Zugangsschlüssel unten bei Eventfrog eingeben)

Tickets nur solange Vorrat.

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Café Littéraire: Werner Adams - Der Milchprinz
März
15

Café Littéraire: Werner Adams - Der Milchprinz

Werner Adams - Der Milchprinz

Foto: Markus Nobs

Spätsommer 1806. Eine illustre Gesellschaft von 13 Personen, mehrheitlich aristokratischer Herkunft, bricht von Schloss Brestenberg bei Hallwyl auf, um eine sorgfältig geplante Lustreise auf die Rigi zu unternehmen. Mit von der Partie sind junge Leute, Schüler Pestalozzis sowie Damen und Herren bekannter Familien wie der von Steiger, von Wattenwyl, von Diesbach und May. Rudolf von Jenner, 37, von seinen Freunden ‚Milchprinz‘ genannt, führt als Expeditionsleiter Tagebuch. Das Wetter ist schlecht, das Barometer sinkt ständig, der Regen will nicht aufhören. Trotzdem macht sich die Gruppe gut gelaunt auf den Weg, zu Fuss und zu Pferd, mit Kutsche, viel Gepäck und Parapluies.

Am 2. September 1806 gegen 17.00 Uhr donnern vom Rossberg im Kanton Schwyz an die 40 Millionen Kubikmeter Fels, Steine und Erde 1000 Meter tief zu Tal und verschütten innert kurzen drei Minuten Goldau samt zwei weiteren Dörfern mit insgesamt 457 Menschen und 323 Stück Vieh. 111 Wohnhäuser, 220 Ställe und Scheunen, Kirchen und zwei Kapellen werden zerstört. Die Dörfer Goldau und Röthen sind komplett verschwunden, und der Lauerzersee hat sich um ein Siebtel seiner Fläche verkleinert. Der verheerende Bergsturz von Goldau geht in die Geschichte ein als eine der grössten Naturkatastrophen der Schweiz jener Zeit.

Unter den Toten befinden sich auch sieben Personen der Berner Reisegruppe, darunter der «Milchprinz»!

Der vorliegende historische Roman, ergänzt von Augenzeugenberichten, beleuchtet ausser dem  Unglück den Zeitgeist der frühen Romantik und die persönliche Geschichte der Reiseteilnehmer in einer Epoche gesellschaftlichen Wandels vor dem Hintergrund des politischen Umsturzes von 1798, der die Aristokratie wenige Jahre zuvor hart getroffen hat.

Text: Werner Adams

Werner Adams ist in Zürich geboren und aufgewachsen. Heute lebe ich mit meiner Frau im Kanton Bern.
Seit Jahren beschäftigt er sich mit Familiengeschichtsforschung und leitet über 25 Jahre die Genealogisch-Heraldische Gesellschaft Zürich.

Moderation: Werner Christen

Café Littéraire ist eine Veranstaltung der Kulturkommission Lenzburg.

Beginn der Lesung: 11:15 Uhr

Kaffee und Gipfeli: ab 10:30 Uhr

Tageskasse: 15 CHF / Mit Reservation: 10 CHF.

Tageskasse nur solange Vorrat.

Reservation per Mail: info@aargauer-literaturhaus.ch

Wir bitten Sie, mindestens 20 Minuten früher zu kommen, um ihre Tickets/Reservationen einzulösen. Die Plätze sind nicht nummeriert.

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Sofalesung mit Hayat Erdogan
März
15

Sofalesung mit Hayat Erdogan

Sofalesung mit Hayat Erdogan

Foto: Flavio Karrer

«Hauptsache kein Zeitgeist»

Ein Mädchen lernt auf einer Trommel den Takt der türkischen Nationalhymne. Jahre später steht ihre Mutter vor der Tür und zieht sie an der Hand zurück nach Deutschland. Noch einmal Jahre später wird sie verlassen von einem Mann, den sie »Niemand« nennt, die Sehnsucht nach Niemand wird sie nicht mehr los. Alles, nur nicht zynisch werden. 

In Hauptsache kein Zeitgeist breitet sich in aufregenden 24 Stunden die Gegenwart vor uns aus wie ein gewebter Teppich. Die Heldin des Romans ist eine Kosmopolitin und eine Migrantin. Sie übt sich in Affirmation und Meditation, bildet sich autodidaktisch in Sozialphilosophie und rollt auf einer Konferenz die Augen über die tristen Tropen der Wissenschaftler. Reist nach Triest und lernt John kennen, reist in die Vergangenheit und lernt sich selbst kennen. Will nicht modern sein und ist es doch. 

Sonntag, 15. März 17:00 Uhr

Anmeldung unter: sofalesungen.ch

Die Sofalesung wird in Aarau stattfinden.

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Abschlusslesung Textstatt 2026
Mai
31

Abschlusslesung Textstatt 2026

Abschlusslesung Textstatt 2026

Ein exklusiver Einblick in unseren renommierten Schreibworkshop für 17- bis 25-Jährige. Unter der Leitung von Noemi Somalvico und Lukas Maisel haben die Teilnehmer*innen mehrere Wochen intensiv an ihren Texten gearbeitet – wenn Sie die Literaturtalente hören wollen, bevor sie alle kennen: Hier finden Sie die Perlen.

Im Anschluss laden wir zum Apéro ein.

TICKETS VOR ORT ERHÄLTLICH

Türöffnung und Bar: 16:30 Uhr
Beginn Veranstaltung: 17:00 Uhr

Apéro und Barbetrieb nach Ende der Veranstaltung.

Ticketreservation per E-Mail an info@aargauer-literaturhaus.ch: 12 CHF
Abendkasse: 18 CHF

Dies ist ein Anlass mit freier Platzwahl.

Förderpartnerin:

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Café Littéraire: Barbara Schibli - Flimmern im Ohr
Jan.
25

Café Littéraire: Barbara Schibli - Flimmern im Ohr

Barbara Schibli - Flimmern im Ohr

Foto: Benedikt Schnermann

Sommer 2010. Während Priska mit ihrem Innenohr-Implantat das Hören so übt, dass die Punkmusik von früher wieder Rausch werden könnte, erschüttert ein politischer Skandal die Schweizer Öffentlichkeit. Wie in den politisch aufgeheizten 1970er- und 80er-Jahren hat der Inlandsgeheimdienst wieder illegal Daten verdächtiger Personen abgegriffen.
Auch Priska wurde damals beobachtet. Die neuerliche Fichen-Affäre weckt Erinnerungen an ihre Zeit in der Clubszene und der Frauenbewegung, vor allem aber an Gina, ihr Vorbild, ihre unerschrockene Mitstreiterin und große Liebe, die ebenfalls im Visier des Staatsschutzes war. Über dreißig Jahre später denkt Priska zurück und fragt sich, wie ihr Leben wurde, was es jetzt ist.

Mit poetischen Bildern und sanfter Radikalität spürt Barbara Schibli der Frage nach, ob wir mit den Jahren immer mehr wir selbst werden oder uns in Kompromissen verlieren. Und woran wir den Unterschied erkennen.

Text: Dörlemann Verlag

Barbara Schibli, * 1975 in Baden, hat Germanistik, italienische Literaturwissenschaft und Publizistik studiert und lebt nach mehr als zwanzig Jahren in der Stadt Zürich und allen Sprachregionen der Schweiz nun wieder im Kanton Aargau.

Moderation: Werner Christen

Café Littéraire ist eine Veranstaltung der Kulturkommission Lenzburg.

Beginn der Lesung: 11:15 Uhr

Kaffee und Gipfeli: ab 10:30 Uhr

Tageskasse: 15 CHF / Mit Reservation: 10 CHF.

Tageskasse nur solange Vorrat.

Reservation per Mail: info@aargauer-literaturhaus.ch

Wir bitten Sie, mindestens 20 Minuten früher zu kommen, um ihre Tickets/Reservationen einzulösen. Die Plätze sind nicht nummeriert.

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Pult-Lesekreis: Ian McEwan - Was wir wissen können
Jan.
22

Pult-Lesekreis: Ian McEwan - Was wir wissen können

Pult-Lesekreis: McEwan - Was wir wissen können

Donnerstag, 22. Januar 2025, 19.00 Uhr

Wir diskutieren über "Was wir wissen können" von Ian McEwan (Diogenes, 2025)

Mehr zum Buch “Was wir wissen können”:

Im Jahr 2119: Die Welt ist überschwemmt, Europa eine Insellandschaft, Freiheit und Reichtum unserer Gegenwart – ein ferner Traum. Der Literaturwissenschaftler Thomas Metcalfe sucht ein verschollenes Gedicht von Weltrang. Der Dichter Francis Blundy hat es 2014 seiner Frau Vivien gewidmet und nur ein einziges Mal vorgetragen. In all den Spuren, die das berühmte Paar hinterlassen hat, stößt Thomas auf eine geheime Liebe, aber auch auf ein Verbrechen. Ian McEwan entwirft meisterhaft eine zukünftige Welt, in der nicht alles verloren ist.

Im Lesekreis diskutieren wir in gemütlichem Rahmen über ein von allen gelesenes Buch. Dabei sprechen wir abwechselnd über Romane und Sachbücher. Alle, die sich für das jeweilige Buch interessieren, sind herzlich willkommen.
Beschränkte Platzzahl, nur mit Anmeldung (per Mail an info@aargauer-literaturhaus.ch).

Bei den Treffen legen wir jeweils die nächsten Daten und Bücher gemeinsam fest.

Weitere Lesekreise

26. Februar 2026 Moderation Lesekreis – Sachbuch

Wir diskutieren über: «Mit Männern leben» von Manon Garcia (Suhrkamp, 2025, übersetzt von Andrea Hemminger; Originaltitel «Vivre avec les hommes»)

Ort: Aargauer Literaturhaus, Lenzburg

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Podium: Leben mit Krankheit und künstlerisches Schaffen
Jan.
18

Podium: Leben mit Krankheit und künstlerisches Schaffen

Leben mit Krankheit und künstlerisches Schaffen

Widerspruch oder Potenzial? Podiumsgespräch mit Dino Brandão und Paula Fürstenberg

Fotos: Jonas Ludwig Walter, Julien Chavaillaz

Hauptsache gesund – so das Motto unserer Zeit. Doch was, wenn wir dem nicht entsprechen? Wie lebt es sich mit chronischen Krankheiten in einer Gesellschaft, die sich ganz dem Gesundheitstrend verschrieben hat? Und welche Rolle kann Kunst spielen in der Auseinandersetzung mit einer Krankheit? Mit Paula Fürstenberg und Dino Brandão sprechen wir über Krankheit und künstlerisches Schaffen, über das kreative Potenzial von Krisen und Erkrankungen und übers Leben abseits der Norm.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Stapferhaus.
Das Gespräch wird vor Ort auf Gebärdensprache (DSGS) gedolmetscht.

Auf dem Podium:
Paula Fürstenberg ist Schriftstellerin und verhandelt das Leben mit chronischen Krankheiten im Roman «Weltalltage».
Dino Brandão ist Musiker, lebt mit einer bipolaren Störung und zeigt sich im Dokfilm «I love you, I leave you» von Moris Freiburghaus während einer manischen Phase.

Beginn des Podiums: 11:15 Uhr

Anmeldung und Ticket hier

Regulär: CHF 10

Ermässigt: CHF 5

Stapferkreis: CHF 0

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Café Littéraire: Martin R. Dean - Tabak und Schokolade
Dez.
7

Café Littéraire: Martin R. Dean - Tabak und Schokolade

Martin R. Dean -

Tabak und Schokolade

Foto: Ayse Yavas

Nach dem Tod der Mutter findet der Erzähler in einer Schublade ein Album mit Fotos seiner frühen Kindheit, die er auf der Karibikinsel Tri­nidad und Tobago verbracht hat. Als junge Frau hatte sich die Tochter von »Stumpenarbeitern« aus dem Aargau in ein Abenteuer mit einem Tunichtgut der westindischen Oberschicht gestürzt und ein Kind bekommen. Während die übrige Familie bemüht ist, das Gedächtnis an die Jahre der Mutter bei den »Wilden« aus­zulöschen, macht sich der Erzähler auf, diese Geschichte, die auch seine eigene ist, zu retten.

Tabak und Schokolade führt in den tropischen Dschungel einer britischen Kronkolonie der fünfziger und sechziger Jahre. Indem der Er­zähler immer weiter zu seinen indischen Vor­fahren, die als Kontraktarbeiter in die Karibik verschifft wurden, vordringt, legt er nicht nur einen Familienstammbaum, sondern auch ein Stück Kolonialgeschichte frei. Dem gegen­über wird die Erinnerung an das Aufwachsen im »Tabakhaus« der Großeltern im Aargau gestellt und die Annäherung an eine Mutter, die zu Lebzeiten stets unnahbar erschien.

Martin R. Dean wurde 1955 in Menziken im Aargau geboren. Heute lebt er in Basel und arbeitet als Autor dazu unterrichtet er an der Schule für Gestaltung Basel sowie am Gymnasium in Muttenz.

Moderation: Werner Christen

Café Littéraire ist eine Veranstaltung der Kulturkommission Lenzburg.

Beginn der Lesung: 11:15 Uhr

Kaffee und Gipfeli: ab 10:30 Uhr

Tageskasse: 15 CHF / Mit Reservation: 10 CHF.

Tageskasse nur solange Vorrat.

Reservation per Mail: info@aargauer-literaturhaus.ch

Wir bitten Sie, mindestens 20 Minuten früher zu kommen, um ihre Tickets/Reservationen einzulösen. Die Plätze sind nicht nummeriert.

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Pult-Lesekreis: Anne Applebaum – Die Achse der Autokraten
Dez.
5

Pult-Lesekreis: Anne Applebaum – Die Achse der Autokraten

Pult-Lesekreis: Anne Applebaum – Die Achse der Autokraten

Freitag, 05. Dezember 2025, 19.00 Uhr

Wir werden über ein Sachbuch diskutieren, welches im Lesekreis am 24. Oktober bestimmt wird.

Im Lesekreis diskutieren wir in gemütlichem Rahmen über ein von allen gelesenes Buch. Dabei sprechen wir abwechselnd über Romane und Sachbücher. Alle, die sich für das jeweilige Buch interessieren, sind herzlich willkommen.
Beschränkte Platzzahl, nur mit Anmeldung (per Mail an info@aargauer-literaturhaus.ch).

Bei den Treffen legen wir jeweils die nächsten Daten und Bücher gemeinsam fest.

Weitere Lesekreise

22. Januar 2026 Moderation Lesekreis – Belletristik

Wir diskutieren über «Was wir wissen können» von Ian McEwan (Diogenes Verlag, 2025, übersetzt von Bernhard Robben; Originaltitel «What We Can Know»)

Ort: Aargauer Literaturhaus, Lenzburg

26. Februar 2026 Moderation Lesekreis – Sachbuch

Wir diskutieren über: «Mit Männern leben» von Manon Garcia (Suhrkamp, 2025, übersetzt von Andrea Hemminger; Originaltitel «Vivre avec les hommes»)

Ort: Aargauer Literaturhaus, Lenzburg

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Pult-Lesekreis: Jehona Kicaj - ë
Nov.
27

Pult-Lesekreis: Jehona Kicaj - ë

Pult-Lesekreis: Jehona Kicaj - ë

Donnerstag, 27. November 2025, 19.00 Uhr

Wir diskutieren über "ë" von Jehona Kicaj (Wallstein, 2025)

Mehr zu ë :
Ein stilles und zugleich sprachmächtiges Buch, das vom Verlust der Heimat durch Krieg, von Schmerz und Sprachverlust erzählt. In diesem ergreifenden Debüt findet die Autorin eine großartige eigene Sprache.

Der ungewöhnliche Titel »ë« steht für einen Buchstaben, der in der albanischen Sprache eine wichtige Funktion hat, obwohl er meist gar nicht ausgesprochen wird. Als Kind von Geflüchteten aus dem Kosovo ist die Erzählerin auf der Suche nach Sprache und Stimme. Sie wächst in Deutschland auf, geht in den Kindergarten, zur Schule und auf die Universität, sucht nach Verständnis, aber stößt immer wieder auf Zuschreibungen, Ahnungslosigkeit und Ignoranz.
Als der Kosovokrieg Ende der 90er-Jahre wütet, erlebt sie ihn aus sicherer Entfernung. Doch auch in der Diaspora sind Krieg und Tod präsent – sie werden nur anders erlebt als vor Ort.

Der Roman »ë« erzählt von dem in Deutschland kaum bekannten Kosovokrieg und erinnert an das Leid von Familien, die ihre Heimat verloren haben, deren ermordete Angehörige anonym verscharrt wurden und bis heute verschollen oder nicht identifiziert sind. Eine Vergangenheit, die nicht vergehen kann, weil sie buchstäblich in jeder Faser des Körpers steckt, wird von Jehona Kicaj im wahrsten Wortsinn zur Sprache gebracht.

Im Lesekreis diskutieren wir in gemütlichem Rahmen über ein von allen gelesenes Buch. Dabei sprechen wir abwechselnd über Romane und Sachbücher. Alle, die sich für das jeweilige Buch interessieren, sind herzlich willkommen.
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Bei den Treffen legen wir jeweils die nächsten Daten und Bücher gemeinsam fest.

Weitere Lesekreise

5. Dezember 2025 Moderation Lesekreis – Sachbuch

Wir diskutieren über «Die Achse der Autokraten» von Anne Applebaum (Siedler Verlag, 2024, übersetzt von Jürgen Neubauer)

Ort: Aargauer Literaturhaus, Lenzburg

22. Januar 2026 Moderation Lesekreis – Belletristik

Wir diskutieren über «Was wir wissen können» von Ian McEwan (Diogenes Verlag, 2025, übersetzt von Bernhard Robben; Originaltitel «What We Can Know»)

Ort: Aargauer Literaturhaus, Lenzburg

26. Februar 2026 Moderation Lesekreis – Sachbuch

Wir diskutieren über: «Mit Männern leben» von Manon Garcia (Suhrkamp, 2025, übersetzt von Andrea Hemminger; Originaltitel «Vivre avec les hommes»)

Ort: Aargauer Literaturhaus, Lenzburg

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Sofalesung mit Katrin Müller - Jetzt bloss nicht heulen
Nov.
23

Sofalesung mit Katrin Müller - Jetzt bloss nicht heulen

Sofalesung mit Katrin Müller

Foto: Cham Léon

«Jetzt bloss nicht heulen»

Katrin Müller legt mit Jetzt bloß nicht heulen ein überzeugendes literarisches Debüt vor.
Clara Bergmann, achtunddreißig, beruflich und privat auf Erfolgskurs, bricht zusammen. Die zweite Fehlgeburt und die Diagnose, dass sie keine Kinder mehr bekommen kann, lassen sich nicht beiseiteschieben wie eine missglückte Imagekampagne. Aber gleich ein Klinikaufenthalt? Erschöpft willigt Clara ein und lässt sich von Paul in einem Kaff absetzten, von dem sie nicht einmal weiß, wie es heißt. In der abgelegenen Klinik erwarten sie fünf flirrend heiße Wochen, ein Zimmer mit Linoleumboden, orange-rote Strickgardinen und ein dichtes Programm aus Musik-, Ergo-, Psycho- und Gruppentherapie.
Wenn Clara die Klinikregeln, die Mitpatienten – oder sich selbst – nicht mehr erträgt, läuft sie in den nahe gelegenen Wald. Dem Chefdoc gelingt es als Erstem, mit sonorer Stimme, wissendem Blick und herzlichem Lächeln, Clara zu erreichen. Sie beginnt, ihre Trauer und ihre Wut zuzulassen, sich nicht mehr schuldig zu fühlen. Einmal wagt sie sogar einen Ausflug ins nahe Eiscafé, zusammen mit Simone, einer Schicksalsgenossin, und dann liegen sie plötzlich auf dem Tisch, »die Gefühle, die so tief in mir verschlossen waren.«

Katrin Müller, geboren 1980 im Saarland, studierte Interkulturelle Kommunikation, Spanisch und Informationswissenschaft. Nach ihrem Studium war sie im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in verschiedenen Unternehmen und Institutionen, in Agenturen und an einer Kunsthochschule tätig. Unter Pseudonym veröffentlichte sie zwischen 2019 und 2023 vier Kriminalromane. Jetzt bloß nicht heulen ist ihr erster literarischer Roman. Heute lebt sie mit ihrer Familie und drei Hunden an der Deutschen Weinstraße und in Zürich.

Text: rotpunktverlag.ch

Sonntag, 23. November 17:00 Uhr

Anmeldung unter: sofalesungen.ch

Der genaue Veranstaltungsort wird in einer Erinnerungsmail 48 Stunden vor Veranstaltungsbeginn bekanntgegeben.

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Sofalesung mit Martin Oesch - Fleischeslust
Nov.
9

Sofalesung mit Martin Oesch - Fleischeslust

Sofalesung mit Martin Oesch

©Privat, zVg.

«Fleischeslust»

Erwin ist Metzgermeister und führt seit Jahrzehnten mit seiner Frau Gret die eigene Metzgerei im Stadtzentrum. Er ist stolzer Berufsmann, allmählich auch etwas abgekämpft. Der Metzgerberuf ist nicht mehr, was er einst war: Es ist schwieriger, über die Runde zu kommen, die Kund*innen kaufen lieber billiges Fleisch im Supermarkt und haben keine Ahnung mehr, wo und wie ihr Essen produziert wird. Auch die Essgewohnheiten haben sich stark verändert und die Branche hinkt diesen Entwicklungen hinterher. Erwin ist frustriert, darunter leidet auch die Beziehung zu seiner Frau. Dazu kommen diese seltsamen Albträume, die ihn jede Nacht plagen. Erwin beginnt, sich und die Fleischindustrie zu hinterfragen.

Martin Oesch, geboren 1992 in Thun, ist freischaffender Comic-Zeichner, Metzger und Musiker. Er ist Mitgründer der Bio-Metzgerei La Boulotte. Für «Fleischeslust» erhielt er 2023 das Comic-Stipendium der Deutschschweizer Städte und war 2025 für den Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung nominiert. Er lebt und arbeitet in Bern.

Text: editionmoderne.ch

Sonntag, 09. Novembember 17:00 Uhr

Anmeldung unter: sofalesungen.ch

Der genaue Veranstaltungsort wird in einer Erinnerungsmail 48 Stunden vor Veranstaltungsbeginn bekanntgegeben.

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Café Littéraire: Maria Galizia- Fischer - «Ich bin aus dem Freiamt, wisst ihr, wo das ist?»
Nov.
9

Café Littéraire: Maria Galizia- Fischer - «Ich bin aus dem Freiamt, wisst ihr, wo das ist?»

Maria Galizia- Fischer -
«Ich bin aus dem Freiamt, wisst ihr, wo das ist?»

Foto: Ayse Yavas

Maria Galizia-Fischer wird 1933 als viertes von zehn Kindern im katholischen Oberfreiamt geboren. In ihrem Buch «Ich bin aus dem Freiamt, wisst ihr wo das ist?» (Limmat Verlag) schildert sie Personen und Begebenheiten aus ihrer Kindheit und Jugend. Wir folgen Maria dabei, wie sie mit viel Mut und grosser Neugier ihren Weg in ein Leben zwischen Tradition und Selbstbestimmung findet.

In Marias Erinnerung werden die Menschen und Orte der Vergangenheit lebendig, wir gehen mit ihr den einstündigen Weg in die Schule, wo man ihr das Latein verbietet, weil sie ein Mädchen ist, und staunen, wie die Eltern sie später dazu ermutigen, Lehrerin zu werden, und sie trotz finanzieller Schwierigkeiten bei ihrer Ausbildung unterstützen.
Wir folgen Maria auf Freizeitausflüge und zu Vorstellungsgesprächen, auf den Pilatus und in die Töchterschule und begleiten sie dabei, wie sie mit viel Mut und grosser Neugier ihren Weg in ein Leben zwischen Tradition und Selbstbestimmung findet.

Was hat Dich (Maria Galizia-Fischer) inspiriert, mit 92 Jahren Deine Erinnerungen an Deine Kindheit und Jugend im Freiamt aufzuschreiben und Dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Die Verbindung zu meinen Gross- und Urgrosskindern machte mir den grossen Zeitunterschied bewusst und damit die Andersartigkeit meiner Kindheit. Beim Erzählen einzelner Erinnerungen beim Tee mit Ernst Halter überzeugte er mich, sie aufzuschreiben. «Dies geht alles verloren», war seine bedauerliche Feststellung. «Hesch gschriebe?», seine Mahnung.

Quelle

Maria Galizia-Fischer wurde 1933 in Merenschwand geboren und arbeitete in ihren berufstätigen Jahren als Hauswirtschaftslehrerin, nun ist sie mit 92 Jahren Autorin geworden.

Moderation: Werner Christen

Café Littéraire ist eine Veranstaltung der Kulturkommission Lenzburg.

Beginn der Lesung: 11:15 Uhr

Kaffee und Gipfeli: ab 10:30 Uhr

Tageskasse: 15 CHF / Mit Reservation: 10 CHF.

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Reservation per Mail: info@aargauer-literaturhaus.ch

Wir bitten Sie, mindestens 20 Minuten früher zu kommen, um ihre Tickets/Reservationen einzulösen. Die Plätze sind nicht nummeriert.

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Café Littéraire: Silvia Trummer - Spätschicht
Okt.
26

Café Littéraire: Silvia Trummer - Spätschicht

Silvia Trummer - Spätschicht

Foto: Christina Zenz

Ein Tagebuch oder ein Erinnerungsbuch — Fragmente wechseln sich mit datierten Einträgen ab — über ein Leben als Schriftstellerin während Covid, über das Altern, über die Frauenbewegung des 20. Jahrhunderts, die Kindheit und vieles mehr. Mit effektiver, reduzierter Prosa und scharfen Beobachtungen legt Trummer eine Spätschicht frei.

Gegenwärtiges und Vergangenes, Realitäten, Wünsche und Träume sind in den Texten von Silvia Trummer zu einem Ganzen zusammengefügt, das vielschichtig auf das Leben einer Frau, vieler Frauen des 20. Jahrhunderts in der Schweiz blicken lässt.

Kaum ist der Winter vorbei, fängt mein Frieren wieder an. Eine Alterserscheinung. Die Bäderstadt ist voller Licht- und Schat-tenspiele. Ich gehe durch die Sonnenflecken von Schatten zu Schatten, der Abend beendet das Spiel. Auch für die Kinder, die mit ihren Rollern die Schattenränder umrunden. Einsamkeit ausgehalten. Schattenfangis. Ich trete auf deinen Schatten und juble, du bist gefangen. (2. März)

Silvia Trummer ist Lyrikerin und Autorin, geboren 1940, aufgewachsen in Seengen am Hallwilersee, lebt und schreibt heute in Baden.

Moderation: Werner Christen

Café Littéraire ist eine Veranstaltung der Kulturkommission Lenzburg.

Beginn der Lesung: 11:15 Uhr

Kaffee und Gipfeli: ab 10:30 Uhr

Tageskasse: 18 CHF / Mit Reservation: 12 CHF.

Tageskasse nur solange Vorrat.

Reservation per Mail: info@aargauer-literaturhaus.ch

Wir bitten Sie, mindestens 20 Minuten früher zu kommen, um ihre Tickets/Reservationen einzulösen. Die Plätze sind nicht nummeriert.

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Pult-Lesekreis: Geissler - Arbeit
Okt.
24

Pult-Lesekreis: Geissler - Arbeit

Pult-Lesekreis: Geissler - Arbeit

Freitag, 24. Oktober 2025, 19.00 Uhr

Wir diskutieren über "Arbeiten" von Heike Geissler (Hanser blau, 2025)

Was ist ein Mensch wert? Wie ermessen sich Nutzen und Kosten einer Person? Heike Geißler denkt über den Sinn der Arbeit nach, über ihre Allgegenwärtigkeit, über materielle und unsichtbare Arbeit, über Geben und Nehmen, Gewinner und Verlierer. Der Arbeit auf der Spur, beobachtet sie ihr Umfeld und kommt mit den unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch: mit den Handwerkern, die in ihrer Wohnung die Fenster ersetzen, dem Lieferboten, einer chronisch kranken Freundin und mit ihren eigenen Eltern. Bald verdichten sich ihre Beobachtungen zu einem Panoptikum modernen Arbeitens, das die tiefen Gräben zwischen Überleben und Wachstum aufzeigt. Heike Geißler, Tochter einer ostdeutschen Arbeiterfamilie, zweifache Mutter und systemkritische Autorin, widmet sich der Arbeit in ihrer üblichen Manier: politisch, poetisch, radikal.

Im Lesekreis diskutieren wir in gemütlichem Rahmen über ein von allen gelesenes Buch. Dabei sprechen wir abwechselnd über Romane und Sachbücher. Alle, die sich für das jeweilige Buch interessieren, sind herzlich willkommen.
Beschränkte Platzzahl, nur mit Anmeldung (per Mail an info@buchhandlung-otz.ch oder direkt bei uns im Laden).

Bei den Treffen legen wir jeweils die nächsten Daten und Bücher gemeinsam fest.

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Lesung mit Klaus Merz und Melinda Nadj Abonji
Okt.
22

Lesung mit Klaus Merz und Melinda Nadj Abonji

Die Wunderschuhe anziehen! Lesung mit Klaus Merz und Melinda Nadj Abonji

Als “eine zärtlich-kräftige Ode an die Poesie” beschreibt Melinda Nadj Abonji das Gedicht “Befehlsgewalt” von Klaus Merz in der Edition Litar 06. Gemeinsam lesen sie aus früheren und aktuellen Texten. Im Anschluss gibt’s Apéro.

Diese Veranstaltung findet im Museum Aarau statt: Es ist eine Kooperation mit dem Forum Schlossplatz, dem Stadtmuseum Aarau und mit die literarische aarau.

Die Lesung findet im Rahmen der Ausstellung «Aussen ist innen - Klaus Merz» statt: In über fünfzig Jahren hat der Schweizer Autor Klaus Merz (*1945) ein einzigartiges literarisches Werk geschaffen. Die Ausstellung macht ausgewählte Texte des Autors sinnlich erfahrbar und verbindet sie assoziativ mit Exponaten der Kunst.

Ort: Stadtmuseum Aarau
Die Ausstellung im Forum Schlossplatz ist durchgehend geöffnet bis 18:30.
Eintritt CHF 20.–/15.–
Tickets: Buchhandlung Kronengasse, info@kronengasse.ch

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Andreas Neeser und Azizullah Ima - Morgengrauengewässer
Okt.
21

Andreas Neeser und Azizullah Ima - Morgengrauengewässer

Andreas Neeser und Azizullah Ima - Morgengrauengewässer

Zum Auftakt eines gemeinsamen Literaturprojekts von Ima und Neeser waren beide Autoren 2023 im Aargauer Literaturhaus zu Gast. Daraus ist ein Buch entstanden, dessen Abschluss wir hier noch einmal feiern dürfen.

Morgengrauengewässer ist ein intensiver literarischer Dialog zwischen dem afghanischen Exilautor Azizullah Ima und dem Schweizer Schriftsteller Andreas Neeser.
In Imas Miniaturen scheint immer wieder der Protest gegen Krieg und religiösen Fanatismus auf, während Neeser die Vorläufigkeit von Welt- und Identitätserfahrung reflektiert. In ihrem Zusammenspiel ergeben die Miniaturen ein faszinierendes west-östliches Gewebe.
Aus dem Nachwort von Manfred Papst: »Andreas Neeser ist ein Meister der Prägnanz, der Verknappung, auch der Auslassung, während sein Gesprächspartner Azizullah Ima aus der Tradition poetischer und narrativer Prachtentfaltung kommt, die wir mit den Märchen von Tausendundeiner Nacht verbinden.«

 

Azizullah Ima, 1963 geboren, studierte Pädagogik in Kabul und war Chefredakteur der Tageszeitung Dariz. Als 1996 die Taliban die Macht übernahmen, musste er Afghanistan verlassen. Seit 1999 lebt er in der Schweiz. Er hat auf Persisch zahlreiche Romane, Erzählungen und Gedichte publiziert. www.azizullah-ima.com

 

Andreas Neeser, geboren 1964, studierte Germanistik, Anglistik und Literaturkritik in Zürich. Von 2003 bis 2011 Aufbau und Leitung des Aargauer Literaturhauses, danach Tätigkeit als Deutschlehrer. Sein umfangreiches literarisches Schaffen wurde vielfach ausgezeichnet. www.andreasneeser.ch

 

Manfred Papst, geboren 1956 in Davos, gehört zu den wichtigsten Literaturkritikern der Schweiz. 33 Jahre lang arbeitete er für die Neue Zürcher Zeitung, zuerst als Programmleiter des Buchverlags, dann als Feuilletonchef der NZZ am Sonntag. 2015 wurde er mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik ausgezeichnet.

 Übersetzerin, Sprecherin: Farimar Ima

Moderation: Manfred Papst

 

Türöffnung und Bar: 19:15

Beginn: 19:45  / Ende: 21:15

Barbetrieb nach Ende der Veranstaltung.

Online-Ticket: 12.- / Abendkasse: 18.-

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